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Leimbach

Eingeschwebt: Glockenturm thront wieder über Leimbach

Den doch etwas ungewohnten Anblick des fehlenden Glockenturms auf der Kapelle müssen die Leimbacher nicht länger ertragen. Mit einem 100-Tonnen-Schwerlastkran wurde der Turm mitsamt seinen beiden Glocken wieder aufgerichtet.

Mit einem 100-Tonnen-Schwerlastkran wurde der Turm mitsamt seinen beiden Glocken wieder aufgerichtet. Foto: Werner Dreschers
Mit einem 100-Tonnen-Schwerlastkran wurde der Turm mitsamt seinen beiden Glocken wieder aufgerichtet.
Foto: Werner Dreschers

Zentimetergenau lavierte der Kran die Last, die immerhin gut 4,2 Tonnen schwer war, an die richtige Stelle. Zuvor waren alte Holzelemente unter dem Turm gekürzt worden, denn die jetzige Befestigung benötigt eine geringere Sockelhöhe. Gut ein Dutzend Anwohner verfolgten das Geschehen aus sicherer Entfernung. Die Arbeiter der Holzbaufirma und der Kranführer zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf, Feinarbeiten folgten in den weiteren Stunden des Nachmittags.

Der Innenraum der Kapelle ist weiterhin entkernt, Gerüste sind sichtbar, die Arbeiten werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. „Das Spendenaufkommen ist durchaus erfreulich“, so Norbert Becker, Vorsitzender des Fördervereins für die Kapelle in Leimbach. „Aber wir sind dankbar für weitere Spenden. Es können immer wieder mal unvorhergesehene Ereignisse zusätzlichen Finanzmittelbedarf verursachen.“

Seit Anfang Mai stand der abgenommene Glockenturm mit den beiden Glocken auf der Rasenfläche eines benachbarten Grundstücks. Die quadratische Aufsetzfläche des Glockenturms beträgt circa 2,40 Meter, die Höhe rund 7,50 Meter, überragt von einem Kreuzaufsatz mit einem vergoldeten Hahn. Die Arbeiten waren erforderlich geworden, weil der Turm leicht aus dem Lot geraten war. Nach seiner Ertüchtigung ist er wieder sicher an seinem vorgesehenen Platz.

Ein Förderverein hat die Geschicke der Renovierung in die Hand genommen, Eigentümer und Bauherr ist die Kirchengemeinde. Durch eine Reihe von Aktionen, unter anderem eine Bergmesse, ist es dem Förderverein gelungen, Gelder für die Sanierung aufzubringen. Durch einen Glücksfall erhöht eine sehr großzügige Einzelspende eines namentlich nicht genannten Spenders von außerhalb der Region das Finanzaufkommen für die Komplettsanierung.

Die Außenbeschieferung des Glockenturms konnte weitestgehend erhalten werden. Die Dachdeckerarbeiten auf dem Kapellenschiff selbst sind weit fortgeschritten, eine Verschieferung durch eine Spezialfirma folgt in den kommenden Wochen. An der historischen Kapelle hängt das Herz der Leimbacher. „Wir wollen unsere Kapelle baldmöglichst wieder nutzen können“, so Norbert Becker. Die umstehenden Zuschauer stimmen ihm zu: „Die Kapelle gehört einfach zum Ort, und so soll es auch bleiben, wir wollen dort wieder regelmäßig unsere heilige Messe feiern.“

Die größere der beiden Glocken ist mit einem Relief des heiligen Matthias, Namenspatron der Kapelle, versehen, die kleinere ist mit dem Wappen von Leimbach verziert. Die heutige Kapelle mit ihrer wechselvollen Geschichte besteht seit mehr als 300 Jahren. Anlässlich des Einbaus der beiden Glocken im Jahr 2007 feierte die Kirchengemeinde das Jubiläum. Es hat bereits früher eine Kapelle gegeben, die Rede ist von einer Glocke in einer Kapelle im Jahr 1642. dre

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