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    Die Ahr: Ein Kleinod unter den Rhein-Zuflüssen

    Fast so etwas wie ein Eldorado ist das Gewässersystem der Ahr für Flora und Fauna - auch und gerade unter Wasser. Besonders der Mittellauf mit seinen ausgeprägten Talmäandern ist in einem naturnahen Zustand. Die Tatsache, dass es hier auch Kiesbänke gibt, wissen anderswo bedrohte Fischarten sehr zu schätzen. Grund: Die Kiesbänke können den Fischen als Laichplätze und Kinderstuben dienen.

    Jedes Jahr soll weiterhin zwei bis drei Zentimeter großer Lachsnachwuchs in die Ahr eingesetzt werden. 
    Jedes Jahr soll weiterhin zwei bis drei Zentimeter großer Lachsnachwuchs in die Ahr eingesetzt werden. 

    Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs 

    Auch die reich strukturierte Unterwasserlandschaft mit üppigem Wasserpflanzenbewuchs und die weitgehend intakten Uferbereiche bieten günstige Voraussetzungen für eine artenreiche aquatische Lebensgemeinschaft. Apropos Fischfauna: Untersuchungen des Instituts für angewandte Ökologie haben ergeben, dass das Gewässersystem der Ahr von 26 Fischarten besiedelt wird - darunter Aal, Barsch und Döbel, Gründling und Karpfen, Blaubandbärbling und Ukelei, Regenbogenforelle, Hasel, Schmerling und Plötze, aber auch viele gefährdete oder gar vom Aussterben bedrohte Arten wie Meer- und Flussneunauge, Lachs, Meerforelle und Schneider, Äsche, Barbe, Elritze, Nase und Groppe. Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung und zum Schutz der Ahr meint: „Dies zeigt, dass die Ahr eine bedeutende Funktion als Rückzugsgebiet für bedrohte Fischarten des Rheinsystems hat. Insbesondere als Reproduktionsgebiet für Wanderfische wie Lachs, Meerforelle, Fluss- und Meerneunauge ist sie von überregionaler Bedeutung."

    Damit sei die Ahr ein Kleinod unter den Rheinzuflüssen. Nur einige Beispiele belegen dies: Der Schneider, der in den meisten Mittelgebirgsgewässern nicht mehr anzutreffen ist, ist in der Ahr mit umfangreichen Populationen vertreten. Im Unterlauf der Ahr paaren sich alljährlich Flussneunaugen, und im Herbst wandern Meerforellen aus dem Rhein die Ahr hinauf, um sich fortzupflanzen. Wieder da ist die Äsche, deren Bestand in der Ahr vor einigen Jahren von Kormoranen dezimiert worden war. Aber auch Lachse fühlen sich in der Ahr recht wohl - als Ergebnis der Bemühungen rund um das Projekt „Lachs 2000". 

    Natur: Lachse fühlen sich in der Ahr wieder wohl (23)
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