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Dernau

Dernau soll wachsen: Bauland statt Reben

Ute Müller

Die Freie Bürgerliste (FBL) Dernau läuft sich für die 2019 bevorstehende Kommunalwahl warm – mit dem neuen Fraktionsvorsitzenden Matthias Kriechel und neuen Themen. Im Fokus: mehr Bauland. Momentan ein Trend, denn auch in der Grafschaft beschäftigen sich die Ortsbeiräte intensiv in ihren Dörfern mit der Frage, wo Baugebiete kurzfristig neu ausgewiesen werden können. Eine Novelle im Baugesetzbuch mit der Möglichkeit des beschleunigten Verfahrens befeuert diese Absichten.

Diese Flächen in Höhe der Einmündung der K 35 am Ortsrand von Dernau könnten nach Ansicht der FBL zu Bauland werden.  Foto: Ute Müller
Diese Flächen in Höhe der Einmündung der K 35 am Ortsrand von Dernau könnten nach Ansicht der FBL zu Bauland werden.
Foto: Ute Müller

Nach Meinung der Freie Bürgerliste darf es nicht sein, dass bauwillige Dernauer Bürger aus Ermangelung an Bauland in die Nachbargemeinden ausweichen. Die Krux dabei: Die Gemeinde Dernau besitze weder die entsprechenden Flächen noch habe sie die erforderlichen finanziellen Mittel, um diese anzukaufen, bedauert Kriechel, der das Amt des Fraktionsvorsitzenden von seinem Vorgänger Udo Creuzberg übernommen hat (die RZ berichtete). Und so wurde die FBL-Fraktion nach genauer Betrachtung des behördenverbindlichen Flächennutzungsplanes für die Gemeinde auf die rechts und links der nach Esch führenden Kreisstraße K 35 liegenden Weinbauflächen aufmerksam, die schon im Plan als zusätzliche Bruttobaulandflächen von 29.000 Quadratmeter ausgewiesen sind.

„Hier könnten beispielsweise rund 50 Baugrundstücke entstehen, die mit Hilfe eines Entwicklungsträgers baurechtlich zu erschließen wären“, meint Kriechel. „Sollte uns dieses Projekt mit allen politisch Verantwortlichen und natürlich gemeinsam mit den Grundstückseigentümern gelingen, könnte die Dernauer Bevölkerung langfristig von bisher rund 1750 wieder auf über 2000 Einwohner steigen, und dies könnte weiter reichende positive Effekte auf die Gemeinde haben“, hofft der neue Fraktionsvorsitzende.

Doch es gibt noch weitere Themen, mit denen sich die Fraktion in Zukunft beschäftigen will. So ist ein weiteres Ziel die Verbesserung der defizitären Haushaltssituation und damit verbunden die Sicherung der kommunalen Selbstverwaltung. Kriechel will beispielsweise die hohen Umlagesätze durch intensive, wirtschaftlich notwendige Kosteneinsparungen langfristig senken. Dabei denkt er sowohl über weitere Bündelungen als auch über mögliche Personalreduzierungen – beispielsweise nach altersbedingtem Ausscheiden in der Verbandsgemeinde oder auch in der Kreisverwaltung – nach. „Denn wozu braucht man noch Gemeinderäte und Ratssitzungen, wenn es nichts mehr zu verwalten gibt?“, fragt sich Kriechel. Zudem will sich die FBL in naher Zukunft um eine bessere Informationspolitik gegenüber den Bürger und um eine weitere Förderung des Ehrenamtes kümmern. Auch die Prüfung aller Möglichkeiten, um in Dernau wieder weicheres Wasser anbieten zu können, stehen auf ihrer Agenda.

Doch bei allen Plänen, Ideen und Vorstellungen, die angegangen werden sollen, betont Matthias Kriechel: „Eines ist klar: Es kann und soll nur gemeinsam gehen. Wir wollen und müssen im Gemeinderat Dernau für die Bürger entscheiden. Wir wollen ihnen keine Ideen überstülpen und sie natürlich auch nicht vor vollendete Tatsachen stellen.“ Zudem hofft Kriechel auf eine konstruktive und vielleicht auch von Partien losgelöste Diskussion und Entscheidungsfähigkeit der einzelnen Ratsmitglieder.

Von unserer Mitarbeiterin
Ute Müller

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