40.000
Aus unserem Archiv
Remagen-Kripp

Übergangslösung: Ein Container als Postfiliale für Kripp?

Zwei Bäcker und eine Bankfiliale gibt es zwar noch, doch die Apotheke hat geschlossen. Nicht gerade begeistert sind die Kripper, dass sie seit Beginn des neuen Jahres nun auch keine Postfiliale mehr haben.

Die Ortsmitte von Kripp kann sich Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer als schnell umzusetzende Übergangslösung für das Aufstellen einer mobilen Postfiliale vorstellen.
Die Ortsmitte von Kripp kann sich Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer als schnell umzusetzende Übergangslösung für das Aufstellen einer mobilen Postfiliale vorstellen.
Foto: Judith Schumacher

Und das, obwohl die Deutsche Post-AG bereits seit August davon Kenntnis hatte, dass die Firma E-Lobil, die die Postagentur im Ortsteil von Remagen bis zum Jahresende betrieben hat, diesen Service nicht mehr anbietet. „Ab einer bestimmten Einwohnerzahl ist die Deutsche Post dazu verpflichtet, eine Dienststelle einzurichten und mit eigenem Personal zu besetzen – wir liegen mit über 3500 Einwohnern weit über dieser Grenze“, erklärt Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer, dem angesichts der Vorgeschichte allmählich der Kamm schwillt. Denn: Das Unternehmen E-Lobil hatte für die Arbeit in ihrer betriebseigenen Postagentur extra einen eigenen Mitarbeiter abstellen müssen. Doch das wurde der Firmenleitung auf Dauer zu aufwendig, und so sah sie sich schließlich zur Schließung dieses Betriebszweiges gezwungen und hatte Remagens Wirtschaftsförderer Marc Bors frühzeitig darüber informiert.

Gemeinsam mit Bors hatte Ortsvorsteher Hammer daraufhin andere Kripper Unternehmen abgefragt, ob diese eine Postagentur betreiben wollen. Da sich niemand fand, suchten Bors und Hammer frühzeitig nach möglichen Objekten zur Anmietung für die Post. Es fanden sich drei Gebäude oder Ladengeschäfte, die dafür infrage kämen. Diese Daten teilten Hammer und Bors im August dem zuständigen regionalen Politikbeauftragten der Deutschen Post AG Bernd Diedrich mit. „Doch wir sind bis Mitte dieser Woche immer wieder vertröstet worden mit der Aussage, man warte seitens der Post AG immer noch auf die Rückmeldung des posteigenen Immobilienmanagements“, so Hammer.

Nun, nachdem er sich der Unterstützung sowohl der CDU-Fraktion im Kreis mit deren Kreistagssprecher Karl-Heinz Sundheimer, CDU-Landtagsmitglied Guido Ernst und Landrat Jürgen Pföhler sicher sein kann, bewegt sich etwas. Mit der Ankündigung, die Öffentlichkeit über die Rhein-Zeitung einzuschalten, wird wohl am Montag erstmals ein Gespräch mit einem infrage kommenden Immobilieneigentümer aus Kripp und Vertretern der Post-AG zustande kommen.

Die vermeidbare Versorgungslücke, die das Postunternehmen laut Gesetz zu schließen hat, ist es, die Hammer und die Kripper Bürger auf die Barrikaden bringt. „Die wussten lange genug Bescheid, wir haben alles Erdenkliche im Vorfeld getan – was eigentlich deren Aufgabe gewesen wäre“, so Hammer. Der Ortsvorsteher befürchtet, dass es noch einige Zeit dauern kann, bis Kripp wieder eine Poststelle hat. „Es wird wohl spätestens im Frühjahr so weit sein“, lautet die Prognose von Wirtschaftsförderer Bors.

Hammer sieht das skeptisch: „Es ist noch keine Genehmigung für eventuell notwendige Umbauten der Räumlichkeiten erteilt, geschweige denn seitens der Post Mitarbeiter für den Dienst in Kripp eingestellt.“ Der Ortsvorsteher pocht zur Not auf eine kurzfristige Lösung in Form eines mobilen Postwagens oder eines Container. Der dafür benötigte Platz und eine Stromversorgung seien in der Ortsmitte vorhanden.

Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

Bad Neuenahr-Ahrweiler
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
x
Top Angebote auf einen Klick
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
Montag

8°C - 20°C
Dienstag

10°C - 20°C
Mittwoch

7°C - 19°C
Donnerstag

4°C - 15°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach