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Bad Kreuznach

Vakuum auf dem Kuhberg wird gefüllt

Marian Ristow

„Stand jetzt ist der Bau bis zur Saison 2018 fertig. Wir liegen im Zeitplan“, sagt Klaus Christ, Leiter des städtischen Bauamtes. Gemeint ist der Neubau des Multifunktionsgebäudes auf dem Freizeitgelände des Kuhbergs. Dort herrscht reger Baubetrieb, die Fertigstellung des lang herbeigesehnten Gebäudes geht in die finale Phase. Der Rohbau ist fast fertig, Fenster und Türen sollen in der nächsten Woche gesetzt werden. Damit endet eine Zeit des Vakuums, im Februar 2015 war das alte Gebäude durch ein Feuer stark beschädigt worden und musste anschließend abgerissen werden.

Der große Pavillon ermöglicht wettergeschütztes Grillen.
Der große Pavillon ermöglicht wettergeschütztes Grillen.
Foto: Marian Ristow

Für Besucher und Pächter des viel frequentierten rund 40.000 Quadratmeter großen Freizeitgeländes eine schwierige Zeit – ganz ohne Hauptquartier und Anlaufstelle. Das Ende – nachdem man die Planungen 2016 präsentierte und im Februar 2017 den Spatenstich unternahm – ist absehbar: Das neue Zentrum weist eine Gesamtfläche von 450 Quadratmetern auf, 345 sind davon als Nutzfläche ausgewiesen, und ist damit etwas größer als sein Vorgänger. Die Kosten betragen 1,2 Millionen Euro und werden komplett von der Versicherung des Gebäudes übernommen. Die Stadtkasse wird nur minimal belastet. 300 000 Euro, 80 Prozent davon trägt das Land, investiert man in eine Hackschnitzelheizungsanlage, die dafür sorgt, dass das Gebäude praktisch energieautark bewirtschaftet und mit Brennmaterial aus dem umliegenden Stadtwald geheizt wird.

Das neue Multifunktionsgebäude auf dem Kuhberg wird zum Sommer 2018 fertig sein, vorausgesetzt, es läuft alles nach Plan. In der nächsten Woche werden die Fenster eingebaut.
Das neue Multifunktionsgebäude auf dem Kuhberg wird zum Sommer 2018 fertig sein, vorausgesetzt, es läuft alles nach Plan. In der nächsten Woche werden die Fenster eingebaut.
Foto: Marian Ristow

Zentral wird der rund 100 Quadratmeter große Veranstaltungsraum sein, der genau wie der 222 Quadratmeter große Pavillon sowie die zahlreichen, 38 an der Zahl, Grillplätze in Zukunft anmietbar sein soll, so ist der Plan. Darüber hinaus gibt es einen Kiosk, öffentliche Toilettenanlagen, einen Lagerraum, eine Küche und ein Büro für die Forstverwaltung. Der Pächtervertrag mit Eric Thomas und Markus Saueressig, seit Frühjahr 2016 mit an Bord, wurde inzwischen verlängert. Zwar fehlt noch die Unterschrift, man hat sich aber darauf geeinigt, die erfolgreiche Zusammenarbeit weiterzuführen. Mit dem neuen Gebäude im Rücken soll es in den wärmeren Monaten dort oben noch besser laufen.

Verantwortlich für Planung und Bauleitung zeichnet sich Bianca Romeike vom Stadtbauamt. Die Diplom-Ingenieurin, seit acht Jahren bei der Stadtverwaltung, hat die vergangenen beiden Jahre nahezu komplett damit verbracht, sich dem Neubau zu widmen. Die Ingenieurin ist optimistisch:„Das Freizeitgebäude ist ein tolles Projekt, und wir hoffen natürlich, dass es genauso gut angenommen wird wie sein Vorgänger.“

Dem Neubau kommt außerdem eine weitere Funktion zu. Ab dem kommenden Schuljahr beherbergt der Bau die Schulklassen der Martin-Luther-King-Schule, die bisher das benachbarte „grüne Klassenzimmer“ nutzen. In diesem wiederum sollen dann die ersten beiden Klassen der Waldorfschule einziehen, die langfristig ihr Zuhause auf dem Kuhberg finden und sukzessive ausgebaut wird. Später (von 2019 bis 2025) entsteht auf dem Areal ein Containerdorf aus Klassenzimmern (vier bis maximal sechs) entlang des Parkplatzes. Die ehemaligen Baracken der US-Truppe, die zum Bogenschießen, von der Kunstwerkstatt und als Lager für den Bauhof genutzt werden, sind von der Umstrukturierung zunächst nicht betroffen. 2026 soll dann – so wurde es vereinbart – das Gebäude für die Waldorfschule stehen, das von den Eltern der Schüler in Eigenleistung gebaut wird.

Von unserem Redakteur Marian Ristow

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