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Bad Münster-Ebernburg

Und noch 'ne Mauer: Diesmal durchs Salinental

Hut ab vor den Ehrenamtlichen der Münsterer Karneval Gemeinschaft (MKG): Auch sie bot am Samstagabend ein beachtliches Programm. Sie kamen auf der Bühne ohne Gäste anderer Korporationen aus. Das war Fastnacht, wie sie sein soll: tief im Lokalen verwurzelt, mit Liebe aufgearbeitet und mit viel Sinn für das Detail dargeboten.

Topform: MKG-Präsident Willy Donald Jänig-Trump am Samstagabend.
Topform: MKG-Präsident Willy Donald Jänig-Trump am Samstagabend.
Foto: Gert Adolphi

Selbst als Donald Trump, dargestellt von Sitzungspräsident Willy Jänig, begleitet von zwei Leibwächtern vors Publikum trat, war nicht die große Weltpolitik sein Thema. Der amerikanische Präsident stellte erst einmal klar: „Ich bin de Trump, Trump, Trump von de Pfalz, ihr habt mich lange noch am Hals.“ Dann erläuterte er, dass seine Großeltern nicht aus Kallstadt stammen, sondern von der Nahe. Fake-News eben.

Trump von de Pfalz fordert: „Make Bad Münster great again“

Mit dem Tretboot seien seine Vorfahren über Nahe, Rhein und Atlantik nach Amerika gekommen. Bei seiner Rückkehr in die alte Heimat fand Trump einiges vor, was ihm nicht gefiel. Vor allem die Fusion mit Bad Kreuznach. „Make Bad Münster great again“, forderte der Präsident: „Die Verträge werden rückgängig gemacht.“ Durch das Salinental werde er eine Mauer bauen, Kreuznacher würden ausgewiesen.

An der Stelle, wo jetzt die Kreisstadt steht, würde er ein gigantisches amerikanisches Fast-Food-Restaurant errichten. BME werde er als Leihgabe die Freiheitsstatue überlassen – auf dem Kreisel. Eine Idee, wie er die Heimat seiner Großeltern wirtschaftlich nach vorne bringen will, hatte er auch – mit Spielcasinos. „In five years seid ihr bekannt, als little Las Vegas im Naheland.“

Ungeliebte Nachbarn bekommen ihr Fett weg

bDie ungeliebten Nachbarn aus Bad Kreuznach bekamen auch in anderen Vorträgen ihr Fett weg. So verzichtete Vereinspräsidentin Marina Wagner in ihrem Protokoll völlig auf internationale Ereignisse und konzentrierte sich auf ihre Heimatstadt. Sie prangerte an, dass BME zwar von KH eingemeindet worden ist, den Bewohner aber bei den Bussen keinen Stadttarif gewährt wird. Ihr Fazit: „Lasst uns gemeinsam aufbegehren und uns gegen Unrecht wehren.“

Auch dem Motto „Die Hippiezeit vor lange Johr mit Flowerpower und viel Hoor“ hatte sich die Protokollerin gewidmet. „Zur Hippiezeit war hier was los“, sagte Marina Wagner. „In den 60ern war’s in Münster-Ebernburg voll.“ Dass Kurstadt die Preise angezogen haben, war ihr einen Seitenhieb wert. „Und der Joint, das ist noch krasser, ist noch viel billiger als e Flosch Wasser.“ Auf das Thema des Abends hatte schon Petra Zacher, unterstützt von Heike Christian und Claudia Baader, als Guru vorbereitet. Die jüngste Tanzgruppe der MKG um Melanie Krämer trat als zehn kleine Hippies auf. Mark Welschbach und Carina Wolf brillierten als Cindy und Bert.

Auch die Beatles waren im Kurhaus zu Gast

Allerdings waren nur drei der Pilzköpfe mit ihrem gelben Unterseeboot im Huttental aufgetaucht. John Lennon fehlte. Benedikt Butz, Claas Janssen und Christian Rapp in den Rollen von Ringo, Paul und George machten sich so ihre Gedanken, wo John geblieben sein könnte. „Vielleicht ist er joo in Bosenem und singt dort Strawberryfields for ever.“

Ein junger Mann, der hoch hinaus will, dargestellt von Felix Krumm, ließ sich von seiner Mutter Anja dazu bekehren, seine Pläne aufzugeben und wie sie zum Blumenkind zu werden. Mit Situationskomik und Wortwitz überzeugten Benedikt Butz, Fabian Lorenz und David Erhard. „Lieber Gras rauchen als Heuschnupfen“, laute eine ihrer Erkenntnisse.

Claudia Baader und Sarah Valerius berichteten als Max und Moritz von ihren Streichen. Natürlich durfte auch der Gardemarsch, geleitet von Heike Christ, und der Showtanz, eingeübt von Sarah Valerius, Julia und Kristin Jänig, nicht fehlen. Als Abba traten Uschi Jänig, Elke Barth, sowie Norbert und Mark Welschbach auf.

Zum Schlussbild versammelten sich alle Akteure auf der Bühne und heizten dem Publikum mit bekannten Liedern noch einmal ein.

Von unserem Mitarbeiter Gert Adolphi

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