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    Bad Kreuznach

    Startsignal für landwirtschaftlichen Aktionsplan in Bad Kreuznach: Bis 2020 Öko-Felder im Land verdoppeln

    Das Ziel ist ehrgeizig. Doch die allermeisten von denen, die sich im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Bad Kreuznach zum Öko-Kongress versammelten, glauben daran. Allen voran Ernährungsministerin Ulrike Höfken, die mit dieser Veranstaltung den Startschuss zum Öko-Aktionsplan für Rheinland-Pfalz gab. Die Vorgabe lautet: Bis zum Jahr 2020 soll die Ökolandbaufläche im Bundesland einen Anteil von 20 Prozent einnehmen. Aktuell sind es knapp unter 10 Prozent – allerdings bei einer Steigerungsrate allein im Vorjahr von 12 Prozent.

    Ernährungsministerin Ulrike Höfken und Landwirtschaftskammerpräsident Norbert Schindler lauschen den Vorträgen in der DLR-Aula.  Foto: Rainer Gräff
    Ernährungsministerin Ulrike Höfken und Landwirtschaftskammerpräsident Norbert Schindler lauschen den Vorträgen in der DLR-Aula.
    Foto: Rainer Gräff

    Eine Woche nach seiner Amtseinführung begrüßte Dienststellenleiter Michael Lipps als Hausherr die Gäste zum Kongress, bei dem breit gefächerte Statements und Kurzvorträge unter dem Motto „Öko-(Land)-Wirtschaft – innovativ, verbrauchernah und nachhaltig“ dicht an dicht in den Raum gestellt wurden. Da blieb zumindest im Vormittagsprogramm kein Raum für Nachfragen oder Diskussion, was beispielsweise Johannes Thilmann, Vorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes An Nahe und Glan und Tagungsgast in Vertretung des Verbandsvorsitzenden von Rheinland-Nassau, Michael Horper, am Rande bedauerte. Gelegenheit zur tieferen Bearbeitung gaben allenfalls die Workshops am Nachmittag der Bad Kreuznacher Ganztagsveranstaltung.

    Was immer wieder als Nachteil für Rheinland-Pfalz gewertet wurde – die eher kleingliedrige Besitzstruktur der oft familiären mittelständischen Betriebe mit wenig Großflächen – soll nun im Öko-Aufwind zum Standortvorteil werden. Deutlich machte der Kongress aber auch, dass es zahlreiche Hemmnisse zu überwinden gilt auf dem Weg zum 20-Prozent-Ziel. Der Aktionsplan soll diese definieren und Lösungsansätze entwickeln. Dass dies quasi eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, machte die Rednerliste deutlich: Vertreten waren unter anderem der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Energie- und Wasserwirtschaft, Martin Weyand, Uli Zerger von der Stiftung Ökologie und Landbau, aber auch die Ernährungswissenschaftlerin Carola Strassner von der FH Münster, Theresia Sanktjohanser vom mittelständischen Fleischereibetrieb Quint KG und Waltraud Fesser von der Verbraucherzentrale. Aufklärung, Information, Sensibilisierung für die Branche, aber auch von Kindesbeinen an sowie für den Verbraucher wurden ebenso gefordert wie der Abbau von bürokratischen Hemmnissen und Rechtssicherheit und -gleichheit bei der Umsetzung der EU-Vorordnungen.

    Eine große Rolle spielte die anerkannte Bedeutung der Kita-, Schul- und Gemeinschaftsverpflegung für das weitere Aufkeimen des ökologischen Landbaus. Beispiele für positive Entwicklungen sind Österreich – aber auch Frankreich, wo die Menschen „die Lebensmittel und die Region lieben“, wie Elke Röder vom Bund Oekologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sagte. Deutschland ist mit rund 5 Milliarden Euro weltweit der zweitgrößte Bio-Markt nach den USA, wie Moderator Uwe Hofmann betonte. Doch es gibt noch viel Luft nach oben für die heimischen Erzeuger und Anbieter, so das Credo: Aktuell stammen beispielsweise nur 25 Prozent des in Deutschland gekauften Öko-Gemüses auch aus Deutschland. Ein Grundstein zur Verbesserung wird mit dem Öko-Aktionsplan gelegt.

    Von unserem Redakteur Rainer Gräff
     

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