40.000
Aus unserem Archiv
Schneppenbach/Bruschied

Schmidtburg und Keltensiedlung gleich für drei Dörfer

Seit zehn Jahren gibt es die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Grund genug, um zu prüfen, wie sich die Gemeinden im Kirner Land im weltweit wohl wichtigsten Internet-Lexikon darstellen. Heute: die beiden nordwestlichsten Gemeinden der VG Kirn-Land, Bruschied und Schneppenbach.

Schneppenbach/Bruschied. Seit zehn Jahren gibt es die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Grund genug, um zu prüfen, wie sich die Gemeinden im Kirner Land im weltweit wohl wichtigsten Internet-Lexikon darstellen. Heute: die beiden nordwestlichsten Gemeinden der VG Kirn-Land, Bruschied und Schneppenbach.

Wem gehört die Schmidtburg? Glaubt man der Wikipedia, so ist die große Anlage der Wildgrafen einmal Teil von Schneppenbach, Teil von Bruschied wie auch Teil von Bundenbach. Allerdings wird in die andere Richtung genauso geräubert: Die Keltensiedlung Altburg sowie die Schiefergrube Herrenberg sind ebenso bei allen drei Gemeinden als Sehenswürdigkeit verortet, der kurze Eintrag über Rudolfshaus verrät wenigstens, dass die „Hauptattraktionen des Hahnenbachtals schnell zu Fuß“ zu erreichen seien, also wohl nicht unmittelbar Teil des Dorfes sind.
Jenseits der Frage nach der Zugehörigkeit der Schmidtburg beeindruckt die Schneppenbacher Seite in der Wikipedia durch eine für das kleine Dorf recht große Bildauswahl. Doch was ist mit den Informationen? Als nächstgrößere Städte werden zum Beispiel nur Simmern und Idar-Oberstein genannt. Der Bruschieder Eintrag unterlässt solche Angaben ganz, nur auf der Bundenbacher Seite erinnert man sich, dass Kirn wohl auch in der Nähe liegt.
Während die Bruschieder Geschichte ausführlich dargestellt wird, ist in Schneppenbach außer dem besuch des Schinderhannes 1799 wohl nichts passiert. Andere Einträge gibt es jedenfalls nicht. Auf der Seite www.schneppenbach.de hingegen findet man ausführliche Infos.
Die Schneppenbacher Sehenswürdigkeiten wie Schmidtburg, Teufelsfels, Kapelle und Hahnenbachtal sind aufgelistet und verlinkt – wie auch in Bruschied, das sich laut Wikipedia mit den selben Attraktionen schmücken darf. Dort wird noch nicht einmal die Marienkapelle im Hauptartikel, sondern nur in der Liste der Kulturdenkmäler kurz aufgeführt.
Recht unerwartet wird der Wikipedia-Nutzer auf der Schneppenbach-Seite auch über die dortige Mundart aufgeklärt – wohl, weil dort die so genannte „das-dat“-Grenze verläuft, an der Moselfränkisch und Rheinfränkisch zusammenstoßen. Warum dann allerdings noch Begriffe wie „die Bach“ oder „Scheeselong“ erklärt werden, bleibt unklar. Der Rudolfshausener Eintrag verlinkt nicht etwa zu einer offiziellen Seite des Ortsteils, sondern zu einem privaten Ferienwohnungsanbieter, der auch Wandertouren aufgelistet hat. Überall wird auch auf das „wild-romantische Hahnenbachtal“, teils auch auf den dortigen Lehrpfad, verwiesen. Im Bundenbacher Eintrag ist das Tal, an dem alle drei gemeinden Anteil haben, gar autofrei – eine gewagte Aussage. stb

Kirn
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
Online
E-Mail

News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
UMFRAGE (beendet)
Markt am Samstag?

Das Mainzer Markt-Frühstück ist ein Kult-Event. Wäre das auch etwas für Bad Kreuznach?

Ja, unbedingt!
67%
Nein, eher nicht.
33%
Stimmen gesamt: 141
Anzeige
Regionalwetter
Montag

2°C - 6°C
Dienstag

2°C - 6°C
Mittwoch

2°C - 5°C
Donnerstag

2°C - 6°C
epaper-startseite