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    Bad Kreuznach

    Platzverweis für afghanische Ruhestörer – Polizeichef: "Keine große Sache"

    Es waren afghanische Jugendliche, die üblichen Verdächtigen, wie es der Bad Kreuznacher Polizeichef Christian Kirchner bezeichnet, die am Samstagabend lautstark auf dem im Umbau befindlichen Kornmarkt randalierten und von einer verständigten Streife des Platzes verwiesen wurden. „Keine große Sache“, sagt Kirchner über die Aufnahme der Ordnungswidrigkeit, die für Polizisten zur Routine zählt.

    Für den Fischerplatz am Naheufer in der Neustadt gilt die Platzsperre noch bis Ende Oktober. Verlängert wird sie wohl nicht. Foto: Marian Ristow
    Für den Fischerplatz am Naheufer in der Neustadt gilt die Platzsperre noch bis Ende Oktober. Verlängert wird sie wohl nicht.
    Foto: Marian Ristow

    Seit dem im Juli ausgesprochenen Aufenthaltsverbot für drei prominente Plätze im Stadtgebiet (Kirschsteinanlage, Schlossplatz, Fischerplatz) sei dies der erste Einsatz gewesen, der mit der Problemklientel zu tun gehabt hätte, informiert Kirchner.

    Diese Klientel beziffert er auf rund zehn junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die allermeisten seien afghanischer Herkunft, als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, allesamt behördenbekannt und strafrechtlich bereits in Erscheinung getreten. Der Vorfall am Samstag sei ohne Eskalation verlaufen, einige der kontrollierten Personen hätten zwar ihrem Unmut über den Verweis lautstark Ausdruck verliehen, seien dann aber abgezogen. Später habe es noch Anrufe wegen Ruhestörungen in der Kurhausstraße gegeben, dort habe die Polizei aber niemanden mehr antreffen können.

    Stichwort Aufenthaltsverbot: Polizeichef Christian Kirchner zieht ein uneingeschränkt positives Fazit. „Das war sehr wirksam. Objektiv stellen wir ganz einfach fest, dass es seitdem zu keinen nennenswerten Straftaten mehr gekommen ist.“ Eine Ruhestörung wie am Samstag sei einfach Stadtalltag. Dass diese von Männern mit Fluchthintergrund begangen wurde, sei nun natürlich „Wasser auf die Mühlen derer, die die Diskussion vorantreiben wollten“.

    Natürlich ließen sich solche Vorfälle politisch für Stimmungsmache gegen Flüchtlinge nutzen, reflektiert Kirchner. Als Polizei habe man darauf aber wenig Einfluss, man müsse sich mit der Realität auseinandersetzen.

    Und wie diese am vergangenen Samstag auf dem Kornmarkt aussah, ist bekannt. Im Zuge des Platzverbotes sei es generell zu Ausweichbewegungen gekommen, informiert Kirchner. Der Kurpark, der Kornmarkt und der Bereich um die Pauluskirche seien nun stärker frequentiert, aber längst nicht in dem Maße wie die drei gesperrten Örtlichkeiten im Sommer.

    Trotz des Erfolgs des Aufenthaltsverbots, dass das Amt für Recht und Ordnung auf Empfehlung der Polizei hin veranlasste, hält Kirchner eine Verlängerung für unwahrscheinlich. „Zum einen, weil es die Witterung wahrscheinlich nicht nötig macht, zum anderen hat sich die Lage in der gesamten Stadt einfach beruhigt“, führt Kirchner aus. Man wolle sich aber für alle Eventualitäten vorbereiten. „Wir werden mit der Stadt in Dialog treten und die Lage im Frühjahr noch mal beurteilen“, formuliert Christian Kirchner. Man könne aber davon ausgehen, dass man bis dahin Pläne in der Schublade haben werde.

    Von unserem Redakteur Marian Ristow

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