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    Neuling unter Whisky-Experten schnuppert herein

    Philipp Dietrich ist nervös. Es ist das erste Whiskytasting des Mittdreißigers aus Bad Kreuznach. Das erste auf der Kyrburg. Das erste mit einem Experten wie Glenrothes-Direktor, „Keeper of the Quaich“ (Ehrentitel für besondere Whisky-Verdienste) und Weltwhiskybotschafter Ronnie Cox. Kein einfaches Tasting soll es sein, hat man ihm gesagt.

    Whisky-Novize Philipp Dietrich schaut zu Beginn des Tastings noch etwas kritisch: Was wird ihn erwarten unter all den Kennern?
    Whisky-Novize Philipp Dietrich schaut zu Beginn des Tastings noch etwas kritisch: Was wird ihn erwarten unter all den Kennern?
    Foto: Stefan Butz

    Seine Nachbarn: Ein befreundeter Weinexperte, der seine Kenntnisse in Sachen Whisky erweitern will und ein ausgewiesener Whisky-Fan, der von den Kyrburg-Bedienungen schon mit Vornamen angesprochen wird. Viele Mitglieder des Kirner Whiskyclubs haben sich eingefunden, um sich dieses besondere Tasting nicht entgehen zu lassen.
    Ronnie Cox stärkt sich genau wie der Whisky-Novize Dietrich erst einmal im Kyrburg-Restaurant. Dann geht es für beide in den Keller. Dietrich wird zuhören, Cox wird reden. Whisky trinken werden sie beide.
    Ronnie Cox legt los. Freundlich, mit feinem Humor und umfassendem Wissen. Nie wird er oberlehrerhaft, immer sind seine Beispiele beispielhaft gut erklärt. Aufgrund seiner Zeit in Deutschland spricht Cox meist einen Mischmasch aus Deutsch und Englisch. „Wenn ich den passenden deutschen Begriff nicht weiß, sage ich einfach 'dings'. Sie müssen sie sich den richtigen Begriff dann vorstellen“, frotzelt Cox. Philipp Dietrich folgt den Worten des Experten. Nicht immer einfach in diesem leicht chaotischen Sprachendurcheinander.
    Der erste Whisky. Glas schwenken, schnuppern. Einen kleinen Schluck nehmen. „Alba Reserve“ heißt der erste der sechs Glenrothes-Whiskys, die auf dem Tisch stehen. Leicht, kein bisschen rauchig, frisch ist er. Und koscher, wie Cox erklärt.
    Cox steht derweil an einem Diagramm. Verschiedene Geschmacksrichtungen sind dort aufgezeigt, von Trockenfrucht über Vanille bis Zitrus. Und welche Anteile welcher Whisky wovon hat. Viel zu schmecken. Dietrich probiert sich, wie alle anderen gut 40 Teilnehmenden im Keller von Whisky zu Whisky. Verdünnt hier mal mit Wasser, verreibt einen Tropfen auf dem Handrücken und riecht, hält sich die Nase beim Trinken zu. Die Nase zu? Ein Hinweis von Cox. Erst dann merke man, wie wichtig die Nase beim Verkosten sei, denn die Zunge nehme bei weitem nicht so viel wahr.
    Immer älter, seltener und kostbarer werden die Whiskys. Dabei legt Cox gar nicht so viel Wert auf Alter. Nur auf Geschmack und Qualität. Da ist er Purist. Zuckercouleur? Bäh! Künstlicher Rauchgeschmack? Nie!
    Philipp Dietrich probiert den letzten Schluck „Vintage 1988“. Ein ausgereiftes, rundes Getränk, reich an Geschmäckern. Das handsignierte Whiskyglas, das Cox ihm, wie allen Teilnehmern, schenkt, bleibt jedoch leer. Kurz vor Mitternacht will Dietrich nach all diesen neuen Geschmäckern etwas bekanntes. Er bestellt ein Bier. stb

    Whiskysammlung
auf der Kyrburg ist weltweit spitze
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