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    Musikschule will in den Köpfen stets präsent sein

    Vor zehn Jahren war er noch ganz frisch im Amt. Jochen Lorenz, damals gerade einmal 28 Jahre alt, hatte die Leitung der Musikschule Kirn-Sobernheim-Meisenheim übernommen. Zehn Jahre, in denen sich nicht nur Kirn, sondern die ganze Welt enorm verändert hat.

    Jochen Lorenz mit seiner Trompete vor seiner Wirkungsstätte: Der Musikschule Kirn-Meisenheim-Sobernheim im Gesellschaftshaus.
    Jochen Lorenz mit seiner Trompete vor seiner Wirkungsstätte: Der Musikschule Kirn-Meisenheim-Sobernheim im Gesellschaftshaus.
    Foto: Stefan Butz

    Kirn – Vor zehn Jahren war er noch ganz frisch im Amt. Jochen Lorenz, damals gerade einmal 28 Jahre alt, hatte die Leitung der Musikschule Kirn-Sobernheim-Meisenheim übernommen. Zehn Jahre, in denen sich nicht nur Kirn, sondern die ganze Welt enorm verändert hat.

    2002 – Wir erinnern uns: Der Euro wird eingeführt, der Anschlag auf die Doppeltürme des World Trade Centers ist noch in frischer Erinnerung, die USA bereiten sich auf einen Einmarsch im Irak vor, der Bundeskanzler heißt Schröder, ein kleines Gerät namens iPod revolutioniert gerade den Markt für MP3-Spieler, Youtube und Facebook sind noch nicht erfunden.
    Und Jochen Lorenz, zuvor als Leiter der Musikschule in Neustadt an der Weinstraße tätig, kommt zurück in seine alte Heimat. Der gebürtige Birkenfelder übernimmt die Stelle des zu dieser zeit bereits erkrankten Gerd Vormfelde. Die Kirner Zeitung schreibt damals: „Kurz nach seiner Ernennung wurde er auch Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Obere Nahe, wo er schon seit langer Zeit mitspielt. Grund für den Führungswechsel dort: Die Erkrankung des langjährigen Dirigenten Stefan Kollmann.“
    Lorenz erinnert sich heute noch an den „herzlichen Empfang“, den ihm das Kollegium bereitet habe, das „damals wie heute ein sehr guter Lehrkörper“ sei. Lorenz macht sich als erstes an die Außendarstellung der Musikschule, die er in hervorragendem Zustand von seinem Vorgänger übernimmt. Einheitliche Logos werden gestaltet und überall eingesetzt. Lorenz setzt zudem auf verstärkte Präsenz in den Trägerkommunen der Musikschule, der Stadt Kirn sowie den Verbandsgemeinden Kirn-Land, Bad Sobernheim und Meisenheim. „Die Gelder für die Musikschule sind eine freiwillige Leistung der Kommunen, daher ist es nötig, dass man unsere Existenz auch spürt“, weiß er. Und eben nicht nur als Bildungseinrichtung, sondern auch „als Kulturlieferant“. So ist das Lehrerkonzert eine ausgesprochen gut besuchte Klassikveranstaltung in Kirn geworden.
    Eine noch stärkere Kooperation kann er sich mit den Musikvereinen der Region vorstellen. Lorenz nennt exemplarisch die Zusammenarbeit mit dem Musikverein seiner Wohngemeinde Schmidthachenbach: Der Verein investierte Zeit, Personal und Räume in eine Kooperation mit der Musikschule. Die unterhält eine Bläserklasse, die eng an den MV angebunden ist. Unterstützer ist die Bürkle-Stiftung. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt.
    1000 Schüler unterrichtet die Musikschule heute mit insgesamt 32 Lehrerinnen und Lehrern. Der Arbeitsstil ist kollegialer geworden – und zwar wegen geänderter Räumlichkeiten, weiß Lorenz. Neben dem Kirner Gesellschaftshaus, dem Hauptsitz, stehen nun statt einzelner Räume auch größere Flächen im Haus Bernardi in bad Sobernheim sowie in der ehemaligen Synagoge in Meisenheim zur Verfügung. Bei mehreren Lehrern vor Ort sei so ein schneller Austausch besser möglich.
    Eine der wichtigsten Veränderungen der vergangenen zehn Jahre sieht Lorenz in der veränderten Musikkonsumption: Youtube und Co. machen den Zugang zu Musik noch einfacher. Jugendliche seien nicht mehr so sehr auf einen Stil festgelegt, „können neue Strömungen entdecken“. Kritisch sieht er hingegen die Entwicklung hin zur Ganztagsschule. Dadurch hätten Kinder kaum noch Zeit, ihre Welt zu entdecken – oder eben in der Musikschule die Welt der schönen Töne. Diese „Zeitverschiebung“ zu kompensieren könnte die wichtigste Aufgabe der kommenden Jahre sein, weiß er. stb

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