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Lauterecken

Lautertalbahn wird Zug um Zug modernisiert

Sie ist ein wichtiger Standortvorteil für die Veldenzstadt: die 128 Jahre alte Lautertalbahn. An Wochentagen steigen rund 2000 Kunden in die Züge ein, an Sonntagen knapp 1000. In der Hauptverkehrszeit, insbesondere beim Schülertransport, müssen mehrere Züge mit erhöhter Kapazität gefahren werden, weil die bis zu 200 Reisenden nicht in einen Triebwagen passen. Lautereckens Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer schwärmt: „Die Lautertalbahn ist für uns ein Segen. Es wäre prima, wenn es auch wieder einen Anschluss an Meisenheim und das Nahetal geben würde.“

Am Lauterecker Bahnhof können auch Radler mit ihren Drahteseln bequem in die Züge der Lautertalbahn einsteigen. Die Strecke zwischen Lauterecken und Kaiserslautern wird oft genutzt.
Am Lauterecker Bahnhof können auch Radler mit ihren Drahteseln bequem in die Züge der Lautertalbahn einsteigen. Die Strecke zwischen Lauterecken und Kaiserslautern wird oft genutzt.
Foto: Klaus Dietrich

Lauterecken – Sie ist ein wichtiger Standortvorteil für die Veldenzstadt: die 128 Jahre alte Lautertalbahn. An Wochentagen steigen rund 2000 Kunden in die Züge ein, an Sonntagen knapp 1000. In der Hauptverkehrszeit, insbesondere beim Schülertransport, müssen mehrere Züge mit erhöhter Kapazität gefahren werden, weil die bis zu 200 Reisenden nicht in einen Triebwagen passen. Lautereckens Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer schwärmt: „Die Lautertalbahn ist für uns ein Segen. Es wäre prima, wenn es auch wieder einen Anschluss an Meisenheim und das Nahetal geben würde.“

Für das Fahren mit der Lautertalbahn gibt es zahlreiche Gründe: Die Strecke ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert. Die speziellen Angebote des VRN – zum Beispiel das „Ticket 24 Plus“, die „Karte ab 60“ oder einfach die preiswerte Netzkarte „Rhein-Neckar-Ticket“ – sind neben dem staufreien Reisen wichtige Argumente, um zwischen Kaiserslautern und Lauterecken anstelle eines Pkws die Bahn zu benutzen.

Der Bahnhof Lauterecken und sein Umfeld wurden vor etwa zehn Jahren mit finanzieller Unterstützung des Landes und der kommunalen Gebietskörperschaften vollkommen neu gestaltet. Seit dem Einsatz der neuen „Talent“-Triebwagen, seit Dezember 2008, gibt es einen barrierefreien Zugang an Gleis 1. Für die Modernisierung des Bahnsteiges 2 (gleichzeitig Zugang zur Draisinenbahn) existieren Vorplanungen. Über die Realisierung kann der Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, der die Lautertalbahn betreibt, noch keine Aussage treffen. Die Draisinenbahn startete im April 2000. Damals wurde nach 25 Jahren der Wochenendbetrieb im Lautertal wieder eingeführt.

„Es ist selbstverständlich davon auszugehen, dass die Lautertalbahn zur An- und Abreise für die Draisinenbahn genutzt wird. In welchem Umfang, ist uns jedoch nicht bekannt“, sagt Fritz Engbarth vom Zweckverband SPNV. „Eine direkte Vergleichsmöglichkeit gibt es nicht, weil auch gleichzeitig an Wochentagen der Stundentakt eingeführt wurde. Zuvor gab es nur ein Angebot in den Hauptverkehrszeiten: morgens, mittags, abends. Für Ausflüge und Versorgungsfahrten war kein Angebot vorhanden“, erläutert Engbarth.

An Wochentagen fahren 16 Zugpaare zu den Hauptverkehrszeiten im Stundentakt. Herausragend ist dabei das ebenfalls seit 2008 eingeführte Angebot am Wochenende: In den Nächten Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag gibt es Spätzüge (Lauterecken ab nach Kaiserslautern um 22.56 Uhr und von Kaiserslautern nach Lauterecken Abfahrt in Lautern um 0.30 Uhr). Dadurch können Kino-, Konzert- und Theaterbesuche ermöglicht werden.

Die Leit- und Sicherungstechnik wurde im Jahre 2006 von ehemals museumsreifer mechanischer Technik auf eine elektronische Steuerung umgestellt. Der Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters ist in Neustadt an der Weinstraße.

Eine Reduzierung der Stationen ist nicht geplant. Fritz Engbarth gibt zu bedenken: „Die Erschließungswirkung der Strecke würde dadurch verringert.“ Derzeit bestehen Planungen, Zug um Zug die noch nicht modernisierten Stationen barrierefrei und kundengerecht umzubauen. Am weitesten fortgeschritten sind dabei die Konzepte für die Stationen Hirschhorn und Untersulzbach. Alle Stationen werden außerdem nach und nach noch mit digitalen, dynamischen Informationsanzeigern ausgerüstet, die ganz aktuell über eventuelle Verspätungen oder gar Zugausfälle informieren.

Durch die signaltechnischen Modernisierungen sind für den normalen Betrieb außer dem Fahrdienstleiter nur die Triebfahrzeugführer (Lokführer) nötig. Hinzu kommt, als Vorgabe der Ausschreibung des Westpfalznetzes, ab 19 Uhr ein Zugbegleiter. Klaus Dietrich

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