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    Potzberg

    Im Wildpark gibt es keine Winterpause

    Wer geht schon im Winter bei Schmuddelwetter in den Wildpark? Mehr Leute, als man gemeinhin denkt. „Hier bei uns ist nämlich das ganze Jahr über viel Interessantes zu sehen“, berichtet Harald Schauß, der den Wildpark Potzberg seit 1999 gepachtet hat. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern. Denn was auf dem 562 Meter hohen Potzberg nahe Altenglan auf einem Gelände von 30 Hektar geboten wird, ist sehenswert.

    Stolze Hirsche gehören zu den Attraktionen auf dem großzügigen Areal des Wildparks. Zahlreiche Tierarten sind vertreten.
    Stolze Hirsche gehören zu den Attraktionen auf dem großzügigen Areal des Wildparks. Zahlreiche Tierarten sind vertreten.
    Foto: Klaus Dietrich

    Potzberg - Wer geht schon im Winter bei Schmuddelwetter in den Wildpark? Mehr Leute, als man gemeinhin denkt. „Hier bei uns ist nämlich das ganze Jahr über viel Interessantes zu sehen“, berichtet Harald Schauß, der den Wildpark Potzberg seit 1999 gepachtet hat. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern. Denn was auf dem 562 Meter hohen Potzberg nahe Altenglan auf einem Gelände von 30 Hektar geboten wird, ist sehenswert.

    Ein weißer Hirsch zieht alle Blicke auf sich.
    Ein weißer Hirsch zieht alle Blicke auf sich.
    Foto: Klaus Dietrich

    Jährlich bestaunen etwa 70 000 Gäste mehr als 1000 Tiere. Hirsche, Rehe, Wildschweine, Pfauen und Bisons sind hier ebenso zu sehen wie die 20 Rentiere und die große Elchgruppe. Traurig war das Potzberg-Team, als vor wenigen Tagen Elchkuh Natalie, die durch ihr Ausbüxen über die Region hinaus bekannt wurde, an den Folgen einer Zahnentzündung starb.

    Die größte Attraktion im Wildpark ist die Flugschau. 120 Greifvögel werden auf dem Potzberg gehalten. „Sogar aus der Schweiz reisten Menschen an, um die bei uns zeitweise frei fliegenden Kondore zu sehen“, freut sich Harald Schauß. Pro Jahr leben allein 60 junge Greifvögel auf dem Gelände. In den Wintermonaten wird die Flugschau nur samstags, sonntags und an Feiertagen als Kinderflugschau unter dem Motto „Ihr seid die Stars“ angeboten. Kinder dürfen unter Anleitung kleine und große Greifvögel selbst fliegen lassen.

    Für Harald Schauß sind der Wildpark und die Tiere „mein Leben“. Der früher in der Forstwirtschaft tätige 46-Jährige fühlt sich der Artenvielfalt und -erhaltung verbunden. Schauß möchte den Menschen die Natur näherbringen. „Die meisten kennen heutzutage Wildtiere doch nur aus Büchern oder dem Fernsehen“, gibt der Wildpark-Chef zu bedenken. Dem müsse gegengesteuert werden. Speziell Kinder und Jugendliche sind auf dem Potzberg gern gesehen. Die vielen Aha-Erlebnisse geben Harald Schauß recht.

    Das Panorama ist für sich einen Ausflug in den Wildpark wert. Von hier aus schweift der Blick über das Pfälzer Bergland mit den idyllisch gelegenen Dörfern. Bei der Flugschau schweben die Greifvögel in Richtung Tal und danach zielgenau wieder zurück auf die Plattform des Parks, der 1984 nach einer Bauzeit von annähernd vier Jahren eröffnet wurde. 1989 führten die Betreiber erste Gespräche über eine mögliche Greifvogelhaltung. Wegen hoher Fehlbeträge wurde 1997 vom „Verein zur Errichtung und zum Betrieb einer Freizeiteinrichtung mit Wildgehege auf dem Potzberg“ eine Verpachtung angestrebt, die mit einer Betreiberfirma aus Thüringen im Dezember 1997 besiegelt werden konnte. 1999 übernahm Harald Schauß den großen Wildpark und baute ihn mit enormer Energie zu dem aus, was er heute ist.

    Hat Schauß ein Lieblingstier unter den mehr als 1000? „Sie liegen mir alle am Herzen. Alle werden hier gleich behandelt – ob es der imposante Weißkopfadler, der Liebling der Besucher, ist oder der kleine Idefix“, betont Harald Schauß. Übrigens hat der Kuseler Landrat Dr. Winfried Hirschberger gemeinsam mit seiner Frau Ingrid die Patenschaft für den Mäusebussard Aischa übernommen. Wer ebenfalls eine Tierpatenschaft eingehen möchte, kann sich an den Tierpark – Tel. 06385/6249 oder E-Mail wildpark@potzberg.de – wenden. Harald Schauß, der jährlich vier oder fünf Lehrlinge zu Zoopflegern ausbildet, steht gern als Ansprechpartner bereit.

    Der Eintritt zum Wildpark kostet 7 Euro. Kinder zahlen 5 Euro. Darüber hinaus sind Pauschalangebote, zum Beispiel für Gruppen, möglich. Die Anlage ist täglich, auch jetzt in der Winterzeit, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. In der neuen Holzblockhütte gibt es Speisen und Getränke. Das Turmhotel am Wildpark steht derzeit noch leer. Es soll jedoch demnächst wieder betrieben werden.

    Von unserem Redakteur Klaus Dietrich

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