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Bad Kreuznach

FDP-Chef Jürgen Eitel kritisiert abtrünnige Birgit Ensminger-Busse: Es geht doch nur ums eigene Ego

Harald Gebhardt

Die Enttäuschung darüber, dass Birgit Ensminger-Busse die Liberalen verlassen hat und sich der CDU anschließen will, ist dem Kreuznacher FDP-Chef und Fraktionsvorsitzendem im Stadtrat, Jürgen Eitel, deutlich anzumerken. Und er macht daraus keinen Hehl. Für ihn wird es als Einzelkämpfer im Rat für den Rest der Wahlperiode bis zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2019 schwer. Denn auch die FDP hat mit dem Abgang von Ensminger-Busse, die im Oktober 2015 für Dr. Walter Görtz in den Rat nachgerückt war, den Fraktionsstatus verloren.

Jürgen Eitel
Jürgen Eitel
Foto: FDP

Eitel hat kein Verständnis für den Schritt von Ensminger-Busse, kann ihre Kritik, dass ihre Arbeit nicht genug geschätzt worden sei, nicht nachvollziehen. „Sie hat in allem mitgemischt, in der Partei mehr Funktionen innegehabt als ich selbst“, so Eitel. Unter anderem war sie Stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende und gehörte dem erweiterten Stadtvorstand an. Bei den Neuwahlen im Mai habe sie aber nicht für den Vorstand kandidiert.

Der traf sich am Donnerstag, um über das weitere Vorgehen zu beraten. „Es ist jetzt schwierig für uns“, sagt Eitel, spricht sogar vor einer „dramatischen Situation“ für die Liberalen. In diese sei man nun aber erst wegen des schlechten Abschneidens bei den Kommunalwahlen 2014 geraten, als die Liberalen nur zwei Mandate eroberten. Früher war man meistens mit vier oder fünf Mitgliedren im Stadtrat vertreten. Görtz, der 2014 neben Eitel für die FDP in den Rat kam, hat dann den Weg für Ensminger-Busse freigemacht, als er sein Mandat abgab.

Umso größer ist für Eitel jetzt die Enttäuschung. „Es geht doch nur um ihr eigenes Ego, nicht um die Partei“, wirft er Ensminger-Busse vor und kritisiert die vielen persönlich motivierten Wechsel im Rat, wenn Mitglieder die Partei, für die sie gewählt wurden, verlassen, aber ihr Mandat behalten. Doch das Thema Ensminger-Buss ist für ihn jetzt erledigt, betont er. „Reisende soll man nicht aufhalten.“

Er will nach vorne blicken. Heißt: Die inhaltliche Arbeit soll weitergehen. Aus seiner Sicht verständlich: Ginge es nach ihm, sollte der Status quo in den Stadtratsausschüssen für den Rest der Wahlperiode beibehalten werden statt sie Ende August erneut neu zu wählen.

Von unserem Redakteur Harald Gebhardt
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