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    KirnErfolgreich in Mathewettbewerb: Partnerschaft mit Mainz 05 eröffnet Kirner Schülern Perspektiven

    Mathe macht Spaß. Vor allem, wenn man nicht nur, wie es so schön heißt, fürs Leben lernt, sondern für die Leistungen noch belohnt wird. So haben die 14 Achtklässler des Kirner Gymnasiums, die im Landeswettbewerb erfolgreich waren, nun Karten für eine Bundesligapartie des FSV Mainz 05 erhalten.

    Die von Manuela Wolf betreuten Jugendlichen ergatterten Tickets für ein Heimspiel des FSV Mainz 05. 50 Plätze hatten die 05er für ihre Partnerschule zur Verfügung gestellt. Im Losverfahren wurden die übrigen Karten verteilt. Während es all die Jahre für die Mathe-Sieger kleine Buchpreise gab, war diesmal die Freude über die Preise groß und vielleicht für den ein oder anderen Anreiz, beim nächsten Mal auch mitzumachen. „Es sind nicht zwingend die Einserkandidaten, die gut abschneiden“, sagt Schulleiterin Barbara Wendling. Manchmal kommt man mit Knobeln zum Ziel. Ausnahmsweise auch in Mathe.

    Mehr als nur Eintrittskarten

    Die Partnerschaft mit dem Fußballbundesligisten brachte dieser Tage wieder eine Spende für die Kirner Tafel: Zweimal im Jahr sponsern die 05er etwas Leckeres für die Pause. 120 Schokobrötchen wurden am Kiosk verkauft. Die Mainzer stocken den Betrag noch auf und spenden ihn an die Tafel. So geht das an 25 weiteren Partnerschulen. Die Verbindung zum Fußballverein war über die frühere Gymnasiastin Christine Mayer zustande gekommen, die im Rahmen ihres Studiums bei den 05ern ein Praktikum absolvierte. Die Verbindung bringt aber mehr als nur Schokobrötchen und Eintrittskarten. Die Mainzer helfen auch bei Berufspraktika und laden zu Fachvorträgen ein, öffnen die ein oder andere Tür zu Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet.

    In Richtung Mainz und dann weg aus Kirn? Vielfach wird es bedauert, wenn ein Großteil der Abiturientenjahrgänge (aktuell 70 Schüler) das Kirner Land verlassen. Im Gespräch mit unserer Zeitung betont Barbara Wendling, dass man sich natürlich freut, wenn Kirner Gymnasiasten ihren Weg machen, aus verschiedenen Standorten in ganz Deutschland Rückmeldungen geben von ihrer Ausbildung, vom Universitätsstudium oder von dualen Studien. Man freut sich aber auch über Rückkehrer, die dann hier in der Region Verantwortung übernehmen.

    „Sie haben die Qual der Wahl“, sagt Wendling mit Blick auf 1000 Möglichkeiten, die sich Abiturienten eröffnen. Freiwilliges Soziales Jahr, Auslandsaufenthalt, Lehre, Studium. Viele wissen noch nicht, wie es bei ihnen nach der Schule weitergeht. Oft auch aus Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Man versuche, die Schüler optimal vorzubereiten mit Berufswahlunterricht, „Talentschmiede“, Besuch von Universitäten, Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur. Letztlich entscheide jeder selbst.

    In zwei Wochen sind die 2017er-Abiturienten fertig, und die neuen Fünftklässler stehen vor der Tür. Diesmal wird's ein kleiner Jahrgang, weiß Wendling. Das habe sich abgezeichnet, weil man die Zahlen in den Grundschulen kannte. Mit 66 Kindern werden drei überschaubar kleine Klassen gebildet. Ideale Lernvoraussetzungen. Im vergangenen Jahr waren es noch 80 Kinder. Im nächsten Jahr seien es wahrscheinlich wieder einige mehr, kalkuliert Wendling mit Blick auf die Schülerzahlen in den Grundschulen.

    Große Verwerfungen oder Abwanderungen habe es nicht gegeben. Wechsel an den „Rändern“ des Verbreitungsgebiets seien immer schon mal erfolgt, weiß Wendling und verweist auf die Busverbindungen. Ein Beispiel: Kinder aus Schmidthachenbach (Kreis Birkenfeld) fahren mit dem Bus nach Oberstein ins Gymnasium. Der Bus fährt durch Bärenbach, nimmt von dort Schüler mit. Auch in Meisenheim gehen Kinder aus dem Kirner Land zur Schule. Andererseits kommen auch Schüler aus Nachbarkreisen nach Kirn. Wendling muss sich jedenfalls nicht sorgen, dass es an ihrer Schule liegt, wenn der neue Jahrgang so klein ausfällt.

    Ganztagsbetrieb noch kein Thema

    Mit der Ausstattung durch die Kreisverwaltung als Schulträger sei man ganz zufrieden, sagt die Schulleiterin. Einige kleine energetische Verbesserungen stehen noch an, aber keine großen Baumaßnahmen. Ganztagsbetrieb und Mensabau seien in den nächsten zwei Jahren wohl kein Thema, sagt Wendling. Nachmittagsbetreuung und Unterricht (Oberstufe) laufen geräuschlos, die Nachfrage nach einem umfassenderen Ganztagsangebot ist begrenzt. „Wir beobachten das, um möglicherweise zu reagieren“, sagt Wendling. Die Feiern zum 50-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr hätten gezeigt, dass die Schule in Kirn ein hohes Ansehen genieße. Man fühlt sich auch vom 350 Mitglieder starken Förderverein gut unterstützt. Beim Stellenplan fehlt's aktuell etwas an Lehrkräften der naturwissenschaftlichen Fächer, aber das sei kein Kirn-spezifisches, sondern ein bundesweites Problem. Schließlich eröffneten sich Naturwissenschaftlern aktuell die besten Berufsaussichten, auch außerhalb des Schulbetriebs.

    Thema in den nächsten Wochen sind neben Abiturprüfungen und -feiern wieder die traditionellen Klassenfahrten. Die 12. Klassenstufe macht sich auf in die Toskana. Da ist nicht nur Spaß angesagt, sondern das bietet auch Stoff für einige Referatsthemen. 69 Schüler sind mit dabei. Etwas Besonderes soll diese Fahrt sein, aber sie soll auch im Kostenrahmen bleiben. Ein Spagat bei vereinbarten und seit Jahren festen Kostenhöchstgrenzen, die – so weiß Wendling – weit unter denen der Kreuznacher Gymnasien liegen.

    Aber es muss nicht immer der Süden sein und weit, weit weg. Erlebnispädagogik mit Klettertouren, wie sie die Elfklässler teils schon planen, können auch in der Nähe zielführend sein, und es müssen nicht immer alle das eine Ziel ansteuern.

    Gern würde man mit der Kirner Partnerstadt Fontaine les Dijon die Beziehung vertiefen und noch eine Schule in England als Partner finden. Das gestaltet sich aber etwas problematisch. Ganz allgemein stehe auch die Betreuung in Zeiten sozialer Netzwerke im Fokus, formulierte Wendling vorsichtig. Wenn bei einer Oberstufenklassenfahrt eine Flasche Bier auf dem Tisch stünde und Bilder davon gleich dutzendfach im Netz kursierten, seien Betreuungslehrer nicht mehr so leicht zu finden. Dabei verlaufen Klassenfahrten heute nicht anders als früher, wenn man bei Klassentreffen genau hinhört.

    Von unserem Redakteur Armin Seibert

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