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Kirn

Ein Loch ist im Schuh: Säurealarm am Kirner Busbahnhof

Am Mittwochnachmittag wurde die Kirner Feuerwehr und Polizei auf den Kirner Busbahnhof Kyrau wegen auslaufender Säure alarmiert. Kurios: Ein altes Paar Schuhe, an denen sich die Sohle löste, war Auslöser für die Sperrung des Schulkindertransport.

Löcher im Schuh durch gefährliche Ätzstoffe? Nach genauer Prüfung durch die Spezialisten der Feuerwehr war klar: Er war keine Säure, sondern einfach das Alter.
Löcher im Schuh durch gefährliche Ätzstoffe? Nach genauer Prüfung durch die Spezialisten der Feuerwehr war klar: Er war keine Säure, sondern einfach das Alter.
Foto: Sebastian Schmitt

Die Kirner Feuerwehr wurde kurz vor 15 Uhr auf den Busbahnhof Kyrau alarmiert: „Gefahrstoffeinsatz“, zu dem das erst anderthalb Jahre alte spezielle Gefahrstoff Messfahrzeug des Landkreis Bad Kreuznach beordert wurde.

Immerhin: So kam wenigstens das erst anderthalb Jahre alte spezielle Gefahrstoff-Messfahrzeug des Landkreis Bad Kreuznach zum Einsatz.
Immerhin: So kam wenigstens das erst anderthalb Jahre alte spezielle Gefahrstoff-Messfahrzeug des Landkreis Bad Kreuznach zum Einsatz.
Foto: Sebastian Schmitt

Der Gerätewagen Messtechnik transportiert eine umfangreiche Laborausrüstung, die das Aufspüren und Analysieren atomarer und chemischer Kampfstoffe sowie toxischer Industriechemikalien ermöglichen. Auch kontaminierte Gebiete können gekennzeichnet werden. „Wir mussten von einer echten Gefahr ausgehen und so wurde der gesamte Busbahnhof mit Hilfe der Polizei abgesperrt“, so Einsatzleiter Michael Wildberger.

Auf dem Busbahnhof angekommen, fanden die Feuerwehrleute einen Mann vor, der barfuß neben seinem Auto stand und behauptete, dass seine Schuhsolen von einer unbekannten Flüssigkeiten weggeätzt worden seien. Er hätte hier zum Austreten angehalten, wäre dann in die Kallenfelser Straße zum Discounter gefahren, beim Aussteigen bemerkte er dann die beschädigte Sohle. So fuhr er zurück auf die Kyrau und setzte den Notruf ab.

Die Feuerwehr gab dem Mann ein paar Einsatzgummistiefel als Ersatz und fing an, die Schuhe, die Umgebung und das Auto intensiv mit allen zu Verfügung stehenden Messgeräten abzusuchen. Aber keines der Messgeräte stellte auch nur einen Hauch von Säure fest.

„Wir gehen davon aus das die Schuhe aus Altersgründen Löcher in der Sohle hatte“, schmunzelte Wildberger sein Einsatzfazit. Einige Schulbusse mussten kurzzeitig auf ihre weiterfahrt warten, bis die Entwarnung der Feuerwehr nach etwa 40 Minuten kam.

Sebastian Schmitt

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