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Bad Kreuznach

Anlässlich der Pogromnacht mahnen Schüler: Das darf sich nie wiederholen

„Nie wieder Krieg“, stand auf einem der Plakate zu lesen. Auf einem anderen: „Obgleich wir von verschiedenen Orten kommen und verschiedene Sprachen sprechen, unsere Herzen schlagen gemeinsam.“

Nie wieder Krieg, forderten die Schüler der IGS Sophie Sondhelm auf einem der großen Plakate, die sie anlässlich der Gedenkveranstaltung am Platz der ehemaligen Synagoge präsentierten. Links die Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, die sich über das Engagement freute.
Nie wieder Krieg, forderten die Schüler der IGS Sophie Sondhelm auf einem der großen Plakate, die sie anlässlich der Gedenkveranstaltung am Platz der ehemaligen Synagoge präsentierten. Links die Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, die sich über das Engagement freute.
Foto: Gustl Stumpf

Die Schüler der IGS Sophie Sondhelm, die sich dank ihres Engagements „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen darf, hatten sich im Vorfeld der Pogromnacht intensiv mit den schrecklichen Ereignissen beschäftigt, die vom 9. auf den 10. November 1938 so viele Juden das Leben gekostet hat.

Die Projektgruppe "Schüler ohne Rassismus" wurde von Lehrerin Angelina Braun und Lehrer Pascal Röser begleitet.
Die Projektgruppe "Schüler ohne Rassismus" wurde von Lehrerin Angelina Braun und Lehrer Pascal Röser begleitet.
Foto: Gustl Stumpf

Am Donnerstagabend waren sie maßgeblich an der Gedenkveranstaltung der Stadt am Platz der ehemaligen Synagoge Ecke Mühlenstraße/Fährgasse beteiligt. Leon Beutel, Linh Nyugen und Angelina Zuck, Schüler der 9. Klasse, erinnerten in einfühlsamen Worten an die zahlreichen Todesopfer von damals und schlugen eine Brücke zu aktuellen Ereignissen, die geprägt seien von Fremdenhass und Anfeindungen gegenüber Migranten. Ihr Fazit: So etwas wie am 9. November 1938 darf sich nie wiederholen.

Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer dankte den Schülern. „Es ist unerlässlich, dass die junge Generation sich mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Sie trägt dieses Wissen weiter“, sagte sie und machte deutlich, dass die Zahl der Überlebenden des Nazi-Terrors immer kleiner werde und das Wissen darüber bald nur noch aus Büchern stamme.

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Valeryan Ryvlin mahnte ebenfalls, die Erinnerungen wachzuhalten. Antisemitismus und Rechtsextremismus würden zunehmen und viele Juden aus Angst nach Israel zurückkehren. „El Shalom – Friede uns allen“, wünschte er und dankte den Schülern und Bürgern von Bad Kreuznach, die Interesse an der jüdischen Gesellschaft zeigten. Das Totengebet sprach der Kantor der jüdischen Gemeinde Noam Ostrovsky. Petra Grumbach und der Chor der Gemeinde sorgten für den musikalischen Rahmen. gst

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