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    Bad Kreuznach

    Veranstaltung in der „Mühle“: Forum brachte Jugendliche und Politiker ins Gespräch

    Mit dem Spiel "Dalli Klick" aus dem TV-Klassiker "Dalli Dalli" beginnt das jugendpolitische Forum zur Landtagswahl des Kreisjugendrings im Bad Kreuznacher Jugend- und Kooperationszentrum "Die Mühle". Anhand von Kinderbildern, bei denen die Gesichter verdeckt sind, müssen die Teilnehmer erraten, welcher der acht Kandidaten aus den beiden Wahlkreisen sich dahinter verbirgt. Daran schließt sich eine kurze Vorstellungsrunde an.

    Der FDP-Direktkandidat im Wahlkreis 18, Thomas Bursian (rechts), kam beim Forum in der "Mühle" mit Jugendlichen ins Gespräch.  Foto: Harald Gebhardt
    Der FDP-Direktkandidat im Wahlkreis 18, Thomas Bursian (rechts), kam beim Forum in der "Mühle" mit Jugendlichen ins Gespräch.
    Foto: Harald Gebhardt

    Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

     

    Auch danach ist alles anders bei dieser Wahlveranstaltung. Es ist ein komplett anderes Format: Statt Podiumsdiskussionen, bei denen die Antworten zu langschweifigen Ausführungen und Selbstdarstellungen verkommen, die einen echten Dialog zwischen den Kandidaten und den Bürgern nur schwer zulassen, gibt es hier einen echten Austausch: In kleinen Gruppen an den verschiedenen Ständen mit Feedback-Zetteln und Infomaterial der Parteien kommen Kandidaten und Wähler schnell miteinander ins Gespräch. Thema des Forums ist die Jugendarbeit, doch natürlich spielten auch aktuelle Themen eine Rolle: Flüchtlingspolitik, Umweltpolitik, AfD, Ausbildungs- und Berufswünsche oder: Wo fängt Mitbestimmung bei Schülern an und wo liegen ihre Grenzen?

    Ziel der Veranstaltung war, dass ein Austausch über die politischen Ziele von Parteien und Politikern, die Situation der Jugendarbeit sowie die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung und die Zukunftswünsche von Jugendlichen entsteht. Der Anfang ist gemacht. Ob eine Fortsetzung folgt, bleibt offen. Eingeladen waren neben den Jugendlichen auch Haupt- und Ehrenamtliche aus der Jugendarbeit. Schade nur, dass nicht allzu viele Jugendliche den Weg in die "Mühle" gefunden hatten. Das Forum hätte eine größere Resonanz verdient gehabt.

    Drei Fragen gab es, die jeweils etwa 30-minütige Gesprächsrunden einleiteten:

    Welche Perspektiven sehen Sie für die künftige Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz?

    Wo sollte Ihrer Meinung nach Demokratie gelehrt und gelernt werden, wenn Demokratie lernen bedeutet, mitzubestimmen und nicht bestimmt zu werden?

    Was Sie schon immer von uns wissen wollten?

    Am Ende waren nicht die politischen Wahlprogramme entscheidend, sondern das Ergebnis der Gespräche an den Ständen. Dazu gab's von den Kandidaten ein Resümee: Bettina Dickes (CDU) war es wichtig, "dass wir es schaffen, dass die Menschen, die zu uns kommen, es auch schaffen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen". Dies sei ein gegenseitiger Lernprozess. Michael Simon (SPD) betonte, man müsse schulische Bildung und Jugendarbeit gleichwertig sehen. Projekte in der Jugendarbeit brauchen aber Planungssicherheit. Dazu gehöre die finanzielle und personelle Ausstattung. Denis Alt (SPD) erklärte, er habe gesehen, wie vielfältig Jugendarbeit ist. "Die interessanten Gespräche haben mir auch die Augen geweitet." Gerlinde Huppert-Pilarksi (Grüne) hob hervor, dass die Angebote der Jugendarbeit Freiräume schaffen und eine andere Lernerfahrung sind als die Schule. Die Gespräche lassen ihn optimistisch in die Zukunft blicken, meinte Thomas Bursian (FDP). "Wichtig ist aber auch, dass die Jugendarbeit im Kreis gleichwertig ist."Für seine Parteikollegin Birgit Ensminger-Busse ist die Jugendarbeit neben der familiären Erziehung und der Schule die dritte Komponente. Sie wolle die Jugendlichen auch zu politischem Engagement ermuntern, denn: "Da kann ich mitgestalten." Manfred Reichard (Linke) forderte: "Wir brauchen gleiche Chancen für Jugendliche aus allen gesellschaftlichen Schichten." Und in der Fläche müsse in der Jugendarbeit noch mehr passieren.

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