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    Dörscheid/Kaub

    Weinbauklima am Mittelrhein: Ein echter Hotspot der Artenvielfalt

    Das Obere Mittelrheintal stellt einen einzigartigen Klima-Gunstraum dar, der mit seinem Weinbauklima ähnliche Bedingungen wie im Mittelmeergebiet aufweist. Diese Situation hat sowohl natürliche als auch von Menschenhand geschaffene Ursachen.

    Blütenpracht auf der Dörscheider Heide im Herbst. Foto: Andreas Jöckel
    Blütenpracht auf der Dörscheider Heide im Herbst.
    Foto: Andreas Jöckel

    Im Regenschatten des Hunsrücks ist das Obere Mittelrheintal nach Süden hin geöffnet und seine steilen Hänge sind vor allem im Sommer der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Deshalb hat sich am Mittelrhein im Bereich des Weinbauklimas eine weit nördlich gelegene Wärmeinsel Mitteleuropas entwickelt.

    Dieses Mikroklima haben die Menschen durch die Bewirtschaftung etwa im Wein- oder Kirschenanbau sowie durch die Beweidung weiter in Richtung Wärme und Trockenheit verändert. Dadurch wurden auch die Bereiche oberhalb der Steillagen verändert. So war beispielsweise die Dörscheider Heide ein Teil der früheren Gemeinde-Viehweide derjenigen Talgemeinden, die im Talgrund keinen Platz für Weideflächen hatten. Auch hier nahmen Wärme und Trockenheit durch die Freistellung und Offenhaltung zu.

    Die so entstandene Wärmeinsel entwickelte sich zu einem idealen Lebensraum für viele wärme- und trockenheitsliebende Organismen, die von Süden, Westen und Osten zuwanderten. Dies geschieht laut Axel Schmidt von der SGD Nord auch heute noch: „Wir stellen zunehmend ,Neubürger' aus dem Mittelmeergebiet fest, die sich hier bei uns neue Lebensräume erschließen.“ Hinzu kommt das interessante Phänomen, dass sich die eingewanderten Tiere an den neuen Lebensraum anpassen und neue Unterarten ausbilden.

    Eine Gefahr für diesen Lebensraum ist die Aufgabe der Bewirtschaftung. Innerhalb weniger Jahre überwuchern und verbuschen die Flächen. Die Folge ist ein dramatischer Verlust an Lebensräumen für Arten, die zu den Offenland- und Halboffenlandbewohnern zählen. Deshalb liegt im Erhalt dieser Lebensräume ein Schwerpunkt der SGD. aj

    Bad Ems Lahnstein
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