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Mittelrhein

Studie ermittelt Standortchancen am Mittelrhein: Wo braucht die Buga noch weitere Betten?

Der Erfolg der Buga 2029 oder 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal wird sich auch an den Übernachtungen messen lassen. Klarheit über den Status quo soll eine Hotelbedarfsanalyse für die Ferienregion Romantischer Rhein von Bingen/Rüdesheim bis Remagen bringen.

Blick auf das Rheinufer der Stadt Boppard mit Hotels und Ferienwohnungen. Für eine Buga 2029 oder 2031 werden im Mittelrheintal noch mehr Übernachtungsmöglichkeiten benötigt. Eine Studie soll Klarheit über den Status quo schaffen und Entwicklungschancen aufzeigen.
Blick auf das Rheinufer der Stadt Boppard mit Hotels und Ferienwohnungen. Für eine Buga 2029 oder 2031 werden im Mittelrheintal noch mehr Übernachtungsmöglichkeiten benötigt. Eine Studie soll Klarheit über den Status quo schaffen und Entwicklungschancen aufzeigen.
Foto: Andreas Jöckel

Bei der Erstellung der Studie sind die Auftraggeber auf die Unterstützung regionaler Betriebe angewiesen.

Gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz (EA) hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz eine Hotelbedarfsanalyse für den Romantischen Rhein beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) beauftragt. „Ziel unserer Hotelbedarfsanalyse ist es, den konkreten Bedarf an zeitgemäßen Übernachtungskapazitäten und somit neuen Hotels auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundesgartenschau zu ermitteln“, erläutert Christian Dübner, Tourismusreferent der IHK Koblenz.

Investoren anlocken

Die Hotelbedarfsanalyse soll auf Basis der bestehenden Angebotsstrukturen sowie unter Berücksichtigung der kommunalen Bauleitplanungen und bereits vorliegender Studienergebnisse konkrete Flächen identifizieren, die für künftige Neuansiedlungen geeignet sind, und Empfehlungen für Art, Größe und Marktpositionierung möglicher Hotelprojekte geben. „Die Studienergebnisse sollen unter anderem dazu dienen, in den Dialog mit potenziellen Investoren und Hotelketten zu gelangen und konkrete Investitionen in der Ferienregion Romantischer Rhein zu initiieren“, erklärt Dübner.

Aufschwung nötig

Eine 2017 vorgestellte Betriebsnachfolgestudie der IHK Koblenz für das Rheintal hatte aufgezeigt, dass es in den kommenden Jahren zu einer erheblichen Marktbereinigung über alle Betriebsarten kommen wird. Zahlreiche bestehende Objekte werden unter anderem wegen unrentabler Betriebsgrößen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Lokale Angebotsengpässe verbunden mit einer Schwächung der touristischen Attraktivität der Region wären die Konsequenz. „Um dem absehbaren Negativtrend entgegenzuwirken, benötigt das Mittelrheintal mancherorts dringend einen qualitativen und quantitativen Aufschwung. Investitionen in neue Beherbergungskapazitäten tragen dazu bei, die Region touristisch aufzuwerten und langfristig jüngere Zielgruppen anzusprechen“, sagt EA-Vorstand Rainer Zeimentz.

Betriebe in der Region sind gefragt

Im Rahmen der Studie sind die Auftraggeber auf die Unterstützung der im Rheintal ansässigen Wirtschaftsunternehmen und regionalen Beherbergungsbetriebe angewiesen, um die tatsächlich vorhandenen Beherbergungskapazitäten ermitteln zu können. Ein Teil der Hotelbedarfsanalyse basiert auf einer anonymen Befragung. „Wir bitten den angeschriebenen Personenkreis, sich an der Befragung zu beteiligen. Unser Ziel ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über die Gesamtregion zu erhalten. Nur so ist es möglich, ein seriöses und belastbares Gutachten zu erhalten“, appelliert Dübner. Die Studienergebnisse werden für September 2018 erwartet und anschließend der interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse auch innerhalb der kommunalen und regionalen Gremien präsentiert und diskutiert werden. Für Fragen stehen IHK und EA zur Verfügung.

  • An der Befragung können regionale Unternehmen und Betriebe bis 31. Juli teilnehmen. Den Fragebogen für Beherbergungsbetriebe am Mittelrhein gibt es im Internet unter dem Kurzlink www.ku-rz.de/hotelfrage, für alle anderen Unternehmen unter www.ku-rz.de/betriebfrage

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