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    Bad Ems

    Schüler üben sich in Stil und Etikette

    Erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln die Schüler der Realschule plus Bad Ems bei einem einwöchigen Betriebspraktikum vor den Osterferien.

    Beim Rollenspiel versuchen Schüler, ihren Chef davon zu überzeugen, dass sie mehr können, als nur die Halle fegen. Michael Fröhlich von den Noll Werkstätten gibt dazu wertvolle Tipps. Foto: Andreas Jöckel
    Beim Rollenspiel versuchen Schüler, ihren Chef davon zu überzeugen, dass sie mehr können, als nur die Halle fegen. Michael Fröhlich von den Noll Werkstätten gibt dazu wertvolle Tipps.
    Foto: Andreas Jöckel

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Bei einer Trainingseinheit zum Thema "Stil und Etikette" haben sich die Achtklässler darauf gemeinsam mit Profis vorbereitet, um einen guten Eindruck in den Firmen zu hinterlassen. Seit zwei Jahren arbeitet die Schule dafür mit Partnerunternehmen zusammen, deren Ausbildungsleiter den Jugendlichen Tipps geben.

    Für Schulleiter Paul Arzheimer ist das Trainingsangebot eine wertvolle Ergänzung zum normalen Unterricht: "Die Fachleute von Dienstleistungsunternehmen wissen am besten, was heute von Bewerbern erwartet wird." Für die Unternehmen bietet sich eine zusätzliche Chance, motivierte Auszubildende zu finden.

    Michaela Klar von der Volksbank Rhein-Lahn rät den Schülern, während des Praktikums die Chance zu nutzen, sich als wertvoller Mitarbeiter zu beweisen. Es komme vor, dass Praktikanten, die nicht so sehr mit ihren Zeugnisnoten glänzen können, bei den praktischen Arbeiten "einen tollen Eindruck hinterlassen". Mitunter hätten solche Bewerber durchaus eine Chance, als Azubi eingestellt zu werden.

    Worauf kommt es aber nun an? Wie macht man diesen "tollen Eindruck"? Das vermittelten die Ausbildungsleiter den Teilnehmern aus vier Schulklassen in drei Arbeitsgruppen in Theorie und Praxis. Dass nicht nur bei einer Bank großen Wert auf Etikette gelegt wird, machten Michaela Klar und Rebecca Schneider von der Volksbank deutlich. Sie hatten unter anderem einen Knigge-Test mitgebracht. Bei den Fragen wie "Du hast die zugeteilten Aufgaben erledigt. Wie verhältst du dich danach?" lernten die Schüler wichtige Alltagsregeln im Betrieb kennen. Dazu gehören auch vermeintliche Kleinigkeit wie ein fester Händedruck, offener Augenkontakt, gepflegtes Äußeres oder Hilfsbereitschaft.

    Wie man auch als Praktikant höflich, aber bestimmt für seine Interessen eintreten kann, übte Michael Fröhlich von den Noll Werkstätten in Fachbach mit den Schülern. Denn wer brav seit Stunden nur die Werkhalle kehren durfte, will vielleicht auch mal eine andere Tätigkeit ausprobieren. Das Fazit: Wer freundlich fragt und bestenfalls auch noch einen konkreten Vorschlag mitbringt, hat meist problemlos Erfolg.

    Dass ein Unternehmen auch viel Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter haben muss, wurde bei Raphael Gilles von der Finzler, Schrock & Kimmel GmbH in Bad Ems deutlich. Wenn teure Diamantwerkstücke bearbeitet werden, ist der Verlust groß, wenn etwas schiefgeht. Der Kostenfaktor weckte bei den Schülern auch das Interesse am künftigen Auskommen: "Was verdient man denn bei Ihnen im ersten Lehrjahr?" Und noch konkreter: "Was kommt denn dabei netto raus?"

    Bei allen Arbeitsgruppen gemeinsam gibt es ein beherrschendes Kriterium: Nichts ist wichtiger im beruflichen Alltag als das menschliche Miteinander bei gegenseitigem Respekt. Die Berufswünsche der Realschüler sind indessen vielfältig, die Praktika entsprechend breit gestreut: von Bürokaufmann über Mechatroniker und Schreiner bis hin zu Steuerberater und Apotheker.

    • Berufsorientierung: Die Trainingseinheit „Stil und Etikette“ ist Teil eines umfangreichen Netzplans zur Berufsorientierung an der Realschule plus im achten und neunten Schuljahr. Dazu gehören unter anderem auch ein einwöchiges Betriebspraktikum in der achten und ein zweiwöchiges in der neunten Klasse. Weitere Punkte sind Berufseignungstests, Berufsberatung, die Erstellung einer Bewerbungsmappe sowie Trainings für Vorstellungsgespräche und Einstellungstests.

    Praktika pflastern Weg zum Wunschberuf
    Bad Ems Lahnstein
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