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    Nassau/Seelbach

    Nächstenliebe gehört auch auf den Fußballplatz

    71 Kinder haben unter der Regie des Christlichen Fußballvereins (CFK) Seelbach den Umgang mit dem Ball und viel über Jesus und den Glauben gelernt.

    Mit zehn Mannschaften, die die Teilnehmer im Alter von acht bis 13 Jahren nach Ländern benannten, wurde bei der Internationalen Fußballschule ein Turnier gespielt. Den „Worldcup“ gewann bei den Älteren das Team Spanien. Bei der Abschlussveranstaltung mit Eltern, Großeltern und Freunden gab es Pokale, außerdem einen Ball, ein T-Shirt und eine Bibel für alle.
    Mit zehn Mannschaften, die die Teilnehmer im Alter von acht bis 13 Jahren nach Ländern benannten, wurde bei der Internationalen Fußballschule ein Turnier gespielt. Den „Worldcup“ gewann bei den Älteren das Team Spanien. Bei der Abschlussveranstaltung mit Eltern, Großeltern und Freunden gab es Pokale, außerdem einen Ball, ein T-Shirt und eine Bibel für alle.
    Foto: Carlo Rosenkranz

    Von unserem Redakteur Carlo Rosenkranz

    "Behaltet den Ball im Auge", sagt der englische Trainer Andy Thomas den Kindern bei der Internationalen Fußballschule in Nassau.
    "Behaltet den Ball im Auge", sagt der englische Trainer Andy Thomas den Kindern bei der Internationalen Fußballschule in Nassau.
    Foto: Carlo Rosenkranz

    Wenn Andy Thomas von Lokomotiv Carnforth einen der 71 Bälle signiert, die die Teilnehmer der Internationalen Fußballschule ihm am Abschlussabend nach und nach in die Hand drücken, schreibt er mehr als seinen Namen. John 14,6 steht darunter, ein Hinweis auf eine Stelle im Neuen Testament. "Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich", heißt es da. Thomas will den acht- bis 13-Jährigen, die er erst im nächsten Jahr wiedersehen wird, etwas mit auf den Lebensweg geben. Der sportliche Engländer ist nicht nur cool, hat Ausstrahlung und einen präzisen Schuss. Er ist vor allem Christ und will von seinem Glauben erzählen.

    Vier Tage dribbeln, passen und flanken liegen hinter den Kindern, die aus nahezu dem gesamten Kreisgebiet und Teilen des Westerwalds in der Woche nach Ostern nach Nassau gekommen sind. Das Turnier am Freitagnachmittag wird von zahlreichen Eltern, Großeltern und Freunden verfolgt. Anfänger wie Fortgeschrittene haben in dieser Woche viel über den Umgang mit dem Ball gelernt. Doch eines ist den 24 Trainern aus Deutschland, England, und den USA noch wichtiger als der Fußball: Jesus. "Er kann ein Anker in Eurem Leben sein", sagt Hannes Klotz zum Abschied am gemeinsamen Grillabend. Der 32-Jährige vom Christlichen Fußbalclub (CFK) Seelbach organisiert die Internationale Fußballschule zum vierten Mal.

    Wohltat für die Mütter

    Vom eher rustikalen Image des Fußballs spürt man an den Trainingstagen nichts. Vor dem Einstieg ins Training werden morgens erst mal die Hausaufgaben kontrolliert. "Wer hat gestern etwas Besonderes für seine Mutter getan?", fragt Andy Thomas auf Englisch in die Runde. Vor allem Jungs melden sich. Einer hat einen Kuchen gebacken, ein anderer der Mama den Nacken massiert. Der nächste hat seine in Windeln liegende Schwester beschäftigt, um der erschöpften Mutter eine Pause zu gönnen. Eine kräftige Prise britischen Humors sorgt immer wieder für Gelächter. "Welche der Damen sieht am ehesten wie eine Pastorin aus?", fordert Andy Thomas die Teilnehmer auf, eine der jungen Frauen aus dem Trainerstab zu bestimmen, die ein kurzes Gebet spricht. Doch auch eine ernste Ansage erteilt der Brite: "Gestern haben einige von euch Schimpfwörter auf dem Platz benutzt. Das wollen wir hier nicht hören." Denn das Motto "Jesus is fairplay" wird von den 24 Trainern ernst genommen. "Nächstenliebe hört nicht vor dem Fußballplatz auf", sagt Organisator Hannes Klotz.

    Jeden Mittag kommen die Kinder nach dem Essen zur "Bible Time" zusammen, um vom Saulus und seiner Verwandlung zum Paulus hören. Die Stunden werden von zwei Mitarbeitern der in Altenkirchen beheimateten christlichen Sportorganisation SRS gestaltet. Dann geht es wieder raus auf den Platz zum Kicken. Bei der Siegerehrung des Turniers am letzten Abend wendet sich Andy Thomas an die Eltern. Am Beispiel des blinden Bartimäus wirft er die Frage auf, was Menschen daran hindert, Jesus anzusprechen. "Sprecht in an!", sagt der Brite. "Er erhört euch und möchte eurer Leben verändern."

    Der Kopf hinter der Fußballschule ist Hannes Klotz. "Mir ist der Fairplay-Gedanke sehr nah. Das ist ein Wert, den Jesus auch vertritt; das passt sehr gut zusammen", erläutert der junge Familienvater den Zusammenhang zwischen Fußball und Christsein. "Ich bin überzeugt, dass Jesus am Kreuz für uns Menschen gestorben ist. Das will ich auch den Kindern vermitteln." Das motiviert ihn auch, die Osterferienaktion weiter auf die Beine zu stellen, obwohl er seit vergangenem Sommer in Niedersachsen lebt, wo er als Lehrer arbeitet. Aus der Ferne wirbt er Sponsoren und zahlreiche Helfer und hält den Kontakt zur englischen Bibelschule Capernwray Hall, in der Andy Thomas als Missionsleiter tätig ist. Auf dessen Vater geht auch die Gründung des ersten Ablegers außerhalb Englands, der Obernhofer Klostermühle, zurück. Das dortige Freizeitheim beherbergt das Trainerteam während der Fußballschule. "Ohne diese breite Unterstützung wäre das alles nicht möglich", sagt Klotz. Bis zu drei Trainer stehen in den sieben Kinder zählenden Gruppen zur Verfügung. "Die Eltern wissen diese Betreuung sehr zu schätzen", fasst Klotz die Resonanz zusammen.

    Gemeinde eingebunden

    Bei der vierten Auflage ist einiges neu, was die Fußballschule auch in Zukunft möglich machen soll. Dazu gehört die Unterstützung des Vereins SRS, dessen Mitarbeiter die Bibelarbeiten ausgearbeitet haben. Die christliche Sportorganisation soll künftig stärker eingebunden werden. Neu ist auch, dass die Verlegung von Seelbach nach Nassau die Einbindung der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) in der Stadt erleichtert. Spontan haben sich zwei junge Väter freigenommen, um die Stollenschuhe zu schnüren und mitzuhelfen. Einer davon steigt nun ins Trainerteam der CFK-Junioren ein (siehe Kasten). Die Verzahnung ist Klotz wichtig, "damit in der Gemeinde vertieft werden kann, was wir in diesen vier Tagen glaubensmäßig angestoßen haben". Eine Abkehr von Seelbach ist damit laut Klotz nicht verbunden. Die Senioren des CFK werden weiterhin auf der Taunushöhe trainieren und Freundschaftsspiele austragen.

    Training und Teenkreis

    Fußball und christlicher Glaube sollen auch nach der Internationalen Fußballschule Thema sein. Dazu lädt der CFK Seelbach ab sofort die acht- bis 13-Jährigen für donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr zum gemeinsamen Training auf dem Nassauer Brühl (Freiherr-vom-Stein-Park) ein. Betreut wird das Training von Jan Kiene, Daniel Naujoks und Markus Michel. Michel ist zudem Mitarbeiter beim Teenkreis der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Nassau. Dieser ist alle 14 Tage samstags (nächster Termin: 16. April) von 18 bis 20 Uhr im Treffpunkt der Gemeinde, Römerstraße 1, in Nassau, und bietet Gemeinschaft, Spaß und Gespräche über den Glauben.

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