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Mittelrhein

Multiplikatoren gefragt: Buga 2031 braucht Wissen in allen Orten im Welterbe

Andreas Jöckel

Der Informationsbedarf rund um das Thema Buga 2031 im Welterbe Oberes Mittelrheintal ist noch lange nicht befriedigt und die Nachfrage wird in den kommenden 13 Jahren eher stetig steigen als nachlassen: Das wurde beim zweiten Treffen eines Buga-Beirates deutlich, der derzeit noch aus unterschiedlichen Zielgruppen und Interessensvertretern bunt zusammengewürfelt ist. Um den Informationshunger im ganzen Welterbegebiet zu stillen, soll es künftig in jeder der 50 teilnehmenden Kommunen einen geschulten Ansprechpartner geben.

Im Zuge der Machbarkeitsstudie für die Buga 2031 hatte das Planungsteam im vergangenen Jahr mehrere Bürgerworkshops sowie Expertengespräche abgehalten und sich mit politischen Gremien oder dem Welterbe-Zweckverband beraten. Für Rainer Zeimentz von der Entwicklungsagentur (EA) Rheinland-Pfalz und Clas Scheele vom Büro RMP Lenzen war es aber auch wichtig, an andere Zielgruppen heranzukommen, die auf den „herkömmlichen Wegen“ schwerer erreichbar sind. Das Durchschnittsalter bei den Bürgerworkshops dürfte eher jenseits von 40 oder 50 Jahren gelegen haben. Für eine Buga in 13 Jahren sind aber heute schon Schüler, Auszubildende, junge Erwachsene oder junge Eltern gefragt. Dazu gehören auch Gastronomen, Winzer, Betriebe, Personalverantwortliche oder das regionale Finanzwesen.

Im August vergangenen Jahres hatten sich die ersten Teilnehmer aus völlig unterschiedlichen Bereichen erstmals in den Räumen der IHK Koblenz getroffen. Schnell entwickelte sich ein Abend mit interessanten Gesprächen und kreativen Vorschlägen. Alle waren sich einig, den Diskurs darüber fortzusetzen, wie man die Buga-Entwicklung fördern und auch junge Menschen oder innovative Unternehmer einbinden kann.

Seit November 2017 liegt die Machbarkeitsstudie vor, die unter www.buga2031.blog heruntergeladen werden kann, und die Versammlung des Welterbe-Zweckverbandes will im ersten Quartal dieses Jahres die offizielle Bewerbung beschließen. Über das Ergebnis der Studie und die aktuellen Entwicklungen haben Rainer Zeimentz, Clas Scheele und Christian Rast von der ift Tourismusberatung jetzt den Buga-Beirat informiert. Das zweite Treffen fand in den Büroräumen des Informationsgestalters Christian Büning statt, der sich in Oberwesel niedergelassen hat. Alle Teilnehmer sind sich einig, dass die Entwicklung der Infrastruktur für die Buga 2031 eine einmalige Chance für die Region ist. Obwohl die Machbarkeitsstudie in den vergangenen Monaten vielfach kommuniziert wurde, wollte die Diskussion mit Fragen und Anregungen auch nach zwei Stunden kein Ende nehmen.

Sandra Linz von der EA stellte abschließend ein Projekt vor, das voraussichtlich im Juni dieses Jahres starten soll: Um den Informationsfluss zu verbessern, sollen Ansprechpartner für die Bürger in allen Orten des Welterbes von Rüdesheim/Bingen bis Koblenz geschult werden. Mit ihrem Wissen könnten sie wichtige Kommunikatoren zwischen Bürgern und der noch zu gründenden Buga GmbH werden. Die Geschäftsführerin der Buga-Freunde 2031, Sara Scheer, sagte die Unterstützung des Vereins zu, der bereits über ein ähnliches Projekt nachgedacht hatte.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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