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Mittelrhein

Luftaufnahmen mit der RZ-Drohne: Loreley ist ein Vorzeigeprojekt für die Buga 2031

Andreas Jöckel

Das Welterbe Oberes Mittelrheintal will sich fit für die Zukunft machen und setzt dabei auf die Buga 2031. Zweckverbandsvorsteher und Landrat Frank Puchtler übergibt die Bewerbung am kommenden Mittwoch an die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft (DBG). Zuvor bereist eine DBG-Delegation mit Geschäftsführer Jochen Sandner die Region zwischen Koblenz und Rüdesheim, um sich zentrale Schauplätze für Buga-Projekte aus der Machbarkeitsstudie anzusehen. Einer dieser Schauplätze ist die Loreley als Herzstück des Welterbes.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Die Neugestaltung der Felsspitze zum Kultur- und Landschaftspark sowie die ertüchtigte Freilichtbühne gelten als Vorzeigeprojekte auf dem Weg zur Buga 2031 mit touristischen Highlights. Dabei werden die Verbandsgemeinde Loreley als Träger des Landschaftsparks und die Stadt St. Goarshausen als Eigentümer der Freilichtbühne mit hohen Bundes- und Landeszuschüssen unterstützt.

Zwei Bauabschnitte für den Landschaftspark

Im Haushalt 2018 wird beim größten Projekt der VG Loreley derzeit von Gesamtinvestitionen in Höhe von 17,8 Millionen Euro ausgegangen – bei Zuwendungen von insgesamt bis zu 14,5 Millionen Euro. Dabei gliedert sich die Fertigstellung des Kultur- und Landschaftsparks in zwei Bauabschnitte. Der erste Abschnitt (12 Millionen Euro) umfasst die Grundstruktur des Parks nach der preisgekrönten Idee des Werkteams-Loreley mit dem verschlungenen Mythenpfad mit vier mythischen Plätzen und dem direkten Strahlenweg, der durch eine künstliche Schlucht am Schieferfels zum Hauptaussichtspunkt führt, mehrere Aussichtspunkte sowie die Rohbauarbeiten für einen großen Ausstellungsraum an der Schlucht. Das alles soll bis zum Jahresende fertiggestellt sein.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Wie Tourismusreferent Armin Schaust in der jüngsten Sitzung des VG-Rates mitteilte, liegen die Bauarbeiten dafür derzeit im Zeitplan, sodass einer Eröffnung im Frühjahr 2019 nichts im Wege stehen dürfte. Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt, der sich unmittelbar anschließen soll, werden auf rund 5 Millionen Euro geschätzt. Dazu gehört der Umbau der ehemaligen Jugendherberge zum Eingangsgebäude mit Gastronomie und Touristinformation. Bis zur Fertigstellung soll weiter das Bistro im Besucherzentrum bewirtschaftet werden.

Erlebnisreiches Ausstellungskonzept

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Hinzu kommen die Erarbeitung und Realisierung eines erlebnisreichen Ausstellungskonzeptes mit den vier mythischen Plätzen entlang des Pfades und die Ausstattung des Ausstellungsraums in der Schlucht. Der Raum soll außerdem eine kristallförmige und transparente Dachkonstruktion erhalten. Das inhaltliche Konzept für den Park wird aus einer Idee des Bonner Büros Projekt 2508 und dem Architekten Klaus Hollenbeck aus Köln entwickelt. Deren Konzept stellt den Fels in den Mittelpunkt. Dabei werden alle relevanten Themen vermittelt. Dazu gehören die geomorphologische Entwicklung, also die formbildenden Prozesse der Erdoberfläche, die zur Entstehung des Felsens führten, genauso wie dessen naturräumliche Entwicklung. Hinzu kommen die Vor- und Frühgeschichte der Loreley, die Bedeutung des Namens Loreley und die Entstehung der Echomythen sowie die Erfindung des Mythos Loreley in der Rheinromantik. Beim Eingangsgebäude ist außerdem ein Kinderspielplatz mit thematischer Wissensvermittlung zum Thema Loreley vorgesehen.

Freilichtbühne vor Open-Air-Saison 2018

In die Ertüchtigung der Freilichtbühne haben das Land, St. Goarshausen und der Pächter gemeinsam bereits fast 6 Millionen Euro investiert, wobei das Land mit mehr als 80 Prozent den Löwenanteil übernommen hat. Das neue Bühnendach im historischen Amphitheater wurde bereits im vergangenen Jahr eingeweiht, neue Fluchtwege eingerichtet. Einige Restarbeiten des ersten Bauabschnittes mit Eingangsgebäude für Polizei und Feuerwehr sowie einer mit Kortenstahl verkleideten Fluchttreppe und Verkleidungen an Betonteilen werden derzeit vollendet, bevor die Open-Air-Saison am 21. Juni mit dem Festival RockFels startet (Infos auf www.loreley-freilichtbuehne.de). Für Backstagebereich und Künstlergarderobe ist ein zweiter Bauabschnitt vorgesehen, der jedoch noch nicht beschlussreif ist. Eventuell könnte künftig auch das Besucherzentrum für Zwecke der Freilichtbühne mitgenutzt werden, wenn Gastronomie und Tourist-Info im Eingangsgebäude des Parks unterkommen.

Weitere Projekte werden folgen

Im Hinblick auf die Buga 2031 dürften noch weitere Projekte rund um die Loreley hinzukommen. Dazu zählen nicht nur die Pläne eines Hotelinvestors oder Park-and-ride-Plätze, sondern auch die touristische Anbindung an St. Goarshausen mit Krangelände und Altstadt sowie Fähranleger als Verbindung hinüber in die Schwesterstadt St. Goar, wo sich rund um die Burg Rheinfels ein weiterer Buga-Schwerpunkt befindet.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

Webcam liefert Livebilder

Eine Webcam, die unsere Zeitung gemeinsam mit der Kevag Telekom und der Verbandsgemeinde installiert hat, liefert Livebilder von den Bauarbeiten auf der Felsspitze des Loreley-Plateaus.

Die Adresse:  www.ku-rz.de/loreleycam

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