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    Loreley-Plateau: Weiteres Budget bewilligt – Detailplanung kommt voran

    Die Neugestaltung des Loreley-Plateaus, für die ab 16. Oktober die Bagger rollen können, bringt weitere Projekte ins Rollen. Dazu gehört unter anderem der Umbau des ehemaligen Turner- und Jugendheims (Jugendherberge) am Eingangsbereich des künftigen Landschaftsparks zum Mythos.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Im historischen Gebäudeteil des ehemaligen Turner- und Jugendheims könnten ein Gastronomiebetrieb, ein Shop und eine Tourist-Info untergebracht werden. Foto: Andreas Jöckel
    Im historischen Gebäudeteil des ehemaligen Turner- und Jugendheims könnten ein Gastronomiebetrieb, ein Shop und eine Tourist-Info untergebracht werden.
    Foto: Andreas Jöckel

    Damit die Verbandsgemeinde (VG) Loreley weitere Vorplanungen für Zuschussanträge oder auch kurzfristige baubegleitende Maßnahmen schnell in Auftrag gegeben kann, hat der VG-Rat mit großer Mehrheit ein zusätzliches Budget von 300 000 Euro bewilligt.

    Mit dem Betreiber des Berghotels und der Jugendherberge wurde laut Verwaltung vereinbart, dass der Betrieb bis 16. Oktober endet. Im Bereich zwischen diesen beiden Gebäuden wird der vom Werkteam-Loreley entworfene Park liegen, der aus einer Felsschlucht bis zum weitläufigen Ausblick auf den Rhein sowie verschlungenen Wegen zu Info-Points und weiteren Aussichtspunkten besteht. Den Grunderwerb hat das Land mit 4,5 Millionen Euro bezuschusst, die 5 Millionen Euro Bundeszuschüsse für den Park verteilen sich auf drei Jahre (2016: 900.000 Euro), 2017 (2,4 Millionen Euro) und 2018 (1,7 Millionen Euro).

    Gastronomie, Shop und Tourist-Info

    Das Berghotel soll im Herbst abgerissen werden. Der Weg dorthin wird wesentlicher Bestandteil des neuen Landschaftsparks. Foto: Andreas Jöckel
    Das Berghotel soll im Herbst abgerissen werden. Der Weg dorthin wird wesentlicher Bestandteil des neuen Landschaftsparks. 
    Foto: Andreas Jöckel

    Während das Berghotel in diesem Jahr bis auf den Gewölbekeller abgerissen werden soll, kann der historische Gebäudeteil der Jugendherberge für den künftigen Eingangsbereich zum Park genutzt. werden. Die Umgestaltung zu Gastronomieräumen mit Terrasse, Shop und Tourist-Info war 2015 in dem Antrag auf Bundeszuschüsse gar nicht enthalten, weil die VG noch nicht Eigentümer war. Doch das Land hat auch dafür eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Das Werkteam-Loreley schätzt die Kosten auf etwa 1,4 Millionen Euro.

    Für die Barrierefreiheit sind mehr Maßnahmen nötig, als über die Ausschüsse in die ursprüngliche Planung eingebracht wurden. Nötig sind unter anderem eine Hebeeinrichtung für gehbehinderte Menschen an der Jugendherberge zum Mythenpfad, eine Fachplanung zu Einrichtungen für seh- und hörbehinderte Menschen sowie ein Parkplatz mit barrierefreien Ausstiegsmöglichkeiten.

    Vor den Bauarbeiten für den Park muss eine Ackerfläche außerhalb der Bebauungsgrenze nach der Ernte als Multifunktionsfläche hergerichtet werden, die unter anderem als Abstellfläche für Baustelle und Freilichtbühne dient. Auch dadurch entstehen Kosten von knapp 200.000 Euro.

    Versorgungsleitungen für leuchtende Kristalle

    Noch nicht in der Kalkulation enthalten sind auch große Kristalle, die laut Entwurf des Werkteams Loreley die Dächer der Info-Points schmücken und im Dunkeln leuchten sollen. Damit diese nachträglich installiert werden können, sobald die Mittel dafür bereitstehen, müssen zumindest die Versorgungsleitungen zu den Standorten verlegt werden.

    Für Kinder soll es nahe der heutigen Jugendherberge einen Spielplatz mit speziellen Geräten geben, die den Mythos Loreley altersgerecht und barrierefrei vermitteln. Die Planer beziffern dies mit 275.000 Euro. Dafür wird eine Leader-Förderung aus dem Topf der LAG Mittelrhein angestrebt.

    Baustelle als Marketinginstrument

    Das künftige Nutzungskonzept mit Einnahmemöglichkeiten soll von einer eigens eingerichteten Arbeitsgruppe unter der Leitung der ift Freizeit- und Tourismusberatung entwickelt werden. Doch bis es so weit ist, soll auch die Baustelle selbst als Marketinginstrument genutzt werden. Gästen soll weltweit deutlich gemacht werden, was die Besucher auf der Loreley künftig erwartet. Vorgesehen sind Info-Points, Baustellenführungen, eine Internetpräsenz sowie Dokumentationen. Die ift schätzt die Kosten auf rund 40.000 Euro.

    Zweckverband Welterbe mit im Boot

    Für den künftigen Betrieb des Landschaftsparks wird die Gründung einer GmbH angestrebt. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Oberes Mittelrheintal hat sich bereits dafür ausgesprochen, dass sich der Verband etwa an der Seite der VG mit bis zu 30 Prozent an einer solchen Betreibergesellschaft beteiligen würde. Denn das Projekt ist von zentraler Bedeutung für das ganze Mittelrheintal und für die geplante Buga 2031.

    Private Investoren gesucht

    Mit bis zu 49 Prozent sollen aber auch private Investoren beteiligt werden, um die Betriebsträgerschaft auf wirtschaftlich solide Füße zu stellen. Auf Antrag der CDU-Fraktion hat der VG-Rat deshalb ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren beschlossen, mit dem potenzielle Investoren ermittelt werden können. Die Kosten hierfür werden auf mindestens 6000 Euro geschätzt.

    Mit dem Projekt nur indirekt zu tun hat das Ergebnis einer Untersuchung des Landesamtes für Geologie: An der Hangkante des Loreley-Plateaus sind Maßnahmen zur Felssicherung für etwa 1,25 Millionen Euro nötig. Von einem Felssturz gefährdet wären vor allem die B42 oder auch die Bahn. Wer für diese Kosten aufkommt, muss noch geklärt werden.

    Unterstützung für die Buga 2031

    Die Verbandsgemeinde Loreley hat als erste Kommune im Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal die Unterstützung der Bewerbung für die Bundesgartenschau 2031 beschlossen. Der Verbandsgemeinderat fasste diesen Beschluss einstimmig. Zunächst blieb es dabei bei der einheitlichen Formulierung, die die Verbandsversammlung ihren Mitgliedern vorgeschlagen hat und die in den nächsten Monaten in allen Räten auf der Tagesordnung stehen wird. Demnach wird der Zweckverband beauftragt, für die offizielle Bewerbung eine Machbarkeitsstudie zu erstellen. Hierzu will der Rat in der VG Loreley dann noch ergänzende Beschlüsse fassen, wonach die Loreley mit Landschaftspark und Freilichtbühne als ein zentraler Veranstaltungsort der Buga 2031 vorgesehen werden soll.

    Livecam auf der Loreley-BaustellePlanung der Kristalle auf dem Loreley-Plateau: Wird der Park auch funkeln?Ganzjährige Anlaufstelle auf dem Plateau: Loreley-Touristik will sich neu ausrichtenFotos: Der neue Park auf der Loreley kommt voranArbeiten und Budget im Plan: Loreley sucht Investor für Park und Gastronomieweitere Links
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