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    Nassau/Bad Ems

    Kindermusical über Arche Noah: Wenn Löwe und Maus gemeinsam singen

    Große Augen haben die Kinder, die am vergangenen Wochenende die musikalische Revue „Arche Noah“ besucht haben, bekommen. Arien und Werke von Mozart bis Beethoven, verpackt in ein kunstvoll gestaltetes, amüsantes Theaterstück, begeisterten Kinder und Erwachsene sowohl im Badhaus Bad Ems als auch im Kulturkeller Nassau im Rahmen des Festivals „Gegen den Strom“ .

    Die Darsteller gemeinsam mit Kindern, die in Nassau zugeschaut haben. In der Mitte, gebeugt und weiß gekleidet, sitzt Annegret Ritzel. Foto: Mädrich
    Die Darsteller gemeinsam mit Kindern, die in Nassau zugeschaut haben. In der Mitte, gebeugt und weiß gekleidet, sitzt Annegret Ritzel.
    Foto: Mädrich

    Lediglich zwei Bretter und ein Tisch dienten als Kulisse für das Theaterstück, das von Annegret Ritzel geschrieben und unter ihrer Regie aufgeführt wurde. Kreativ und ideenreich verpackte Ritzel die alttestamentarische Geschichte um Noah und seine Arche in eine junge und frische Interpretation mit viel Witz und Liebe zum Detail.

    Noah wird von Gott auserwählt, um die Tiere vor einer großen Flut zu bewahren. Dafür baut er ein Schiff, das die Tiere retten soll: die Arche. In liebevoll gestalteten Kostümen versammeln sich die Tiere nach und nach, um gemeinsam auf Noah und ihre Rettung zu warten. Doch plötzlich kommen die wilden Tiere aus Afrika, die auch einen Platz auf der Arche begehren. Aber wer darf denn nun mit? Der große starke Löwe, der listige Fuchs? Oder finden auch die dumme Gans, der gutmütige Ochse und die kleine Maus einen Platz? Gemeinsam suchen die Tiere nach einer Lösung für ihr Problem und verstehen, dass Zusammenhalt an erster Stelle steht. Sie lernen, dass es wichtig ist, etwas für das Gemeinwohl zu leisten und sich gegenseitig zu helfen. Sie finden zueinander, lernen sich besser kennen – und selbst der kleine einsame Pinguin findet seinen Weg zum Glück. Letztendlich besteht die Lösung darin, gemeinsam ein größeres Schiff zu bauen, damit niemand zurückbleiben muss.

    Ritzel beleuchtet in ihrem Stück Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit. Mit Anspielungen auf den Klimawandel, die Vernachlässigung der Natur, das Schmelzen der Eisberge und die Flucht aus Katastrophengebieten greift sie aktuelle Themen auf und zeigt den Kindern spielerisch, wie wichtig es ist, in Zeiten der Not an einem Strang zu ziehen. Neckisch winkten die vereinten Tiere letztendlich auf dem Boot mit Flaggen der EU-Mitgliedstaaten und zeigten metaphorisch die Vielfältigkeit und das rücksichtsvolle Zusammenleben in einer gemeinsamen Union. Neben den lustigen und schlagfertigen Dialogen innerhalb des Stücks lag das Hauptaugenmerk auf den professionellen Gesangsdarbietungen, begleitet von Pianomusik. Bekannte Arien aus der „Zauberflöte“ von Mozart oder beispielsweise aus Strauß‘ „Ariadne auf Naxos“ – teilweise mit originalem, teils mit neuem, der Situation angepasstem Text – machten die Revue nicht nur zu einer kindgerechten, freundlichen Theateraufführung, sondern zu einer professionellen hochkarätigen Produktion mit ausgebildeten Sängerinnen und Sängern der Wiener Staatsoper. Eindrucksvoll sangen die Schauspieler im Ambiente der gemütlichen Spielorte und erweckten bekannte Werke aus Opern und Operetten zum Leben – eine wahrhafte „Oper zum Anfassen“ für Klein und Groß.

    „Einige der Sängerinnen und Sänger studieren an der Wiener Musikakademie, andere sind schon fertig ausgebildet“, erklärte Ritzel. „Das Stück haben wir schon einmal in Wien aufgeführt, allerdings in einer anderen Besetzung. Wir haben es wieder neu aufgearbeitet und in intensiven Wochen mit den neuen Schauspielern eingeübt.“ Auch in Wien wird die Revue bald erneut zu sehen sein.

    Annegret Ritzel ist seit 1999 Intendantin am Koblenzer Theater. Sie hat bereits Opern und Schauspiele in Städten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt und Bremen inszeniert und leitete in Koblenz die Open-Air-Festungsspiele Ehrenbreitstein.

    „Diese Produktion war für mich ein besonderer Höhepunkt im diesjährigen Festival“, bekannte der Intendant des Lahnfestivals „Gegen den Strom“, Diethelm Gresch. „Sie war ideen- und facettenreich, musikalisch außergewöhnlich und von einem sehr hohen Niveau.“

    Von unserer Mitarbeiterin
    Julia Mädrich
     

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