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VG Loreley

Je eher desto besser: VG-Rat Loreley votiert einstimmig für die Buga 2029

Andreas Jöckel

Einstimmig für die Vorverlegung der Buga im Welterbe Oberes Mittelrheintal hat der VG-Rat Loreley in seiner jüngsten Sitzung gestimmt. Im Gegensatz zur benachbarten Stadt Lahnstein, wo der Rat für 2031 votierte, hat sich die einzige VG zwischen Rüdesheim/Bingen und Koblenz, die mit ihrer gesamten Fläche im Welterbegebiet liegt, eindeutig für die Buga 2029 positioniert.

Geht es nach dem VG-Rat Loreley, müssen die Fahnen am Mittelrhein bald gegen neue mit der Aufschrift Buga 2029 ausgetauscht werden. Foto: Andreas Jöckel
Geht es nach dem VG-Rat Loreley, müssen die Fahnen am Mittelrhein bald gegen neue mit der Aufschrift Buga 2029 ausgetauscht werden.
Foto: Andreas Jöckel

In der VG Loreley seien die Überlegungen hinsichtlich der Vorhaben zur Buga am Mittelrhein schon relativ weit gediehen, erläuterte Bürgermeister Werner Groß (CDU) vor dem Beschluss. Diese seien auch bereits in der ursprünglich für die Buga 2031 vorgesehenen Machbarkeitsstudie verankert. „Ich bin der Meinung, dass wir frohen Herzens Ja zur Buga 2029 sagen können.“ Auch haushaltstechnisch ändere sich nichts für die VG, weil der Anteil der Kommunen im Welterbe-Zweckverband am Gesamtbudget der Buga GmbH (108 Millionen Euro) auch weiterhin bei 14,4 Millionen Euro liege. Auf die VG Loreley bezogen bleibe es damit bei rund einer Million Euro, verteilt auf die kommenden Jahre bis zur Großveranstaltung. Auch bei der endgültigen Entscheidung in der Zweckverbandsversammlung am 15. Oktober rechnet Groß mit einer großen Mehrheit für 2029.

SPD-Fraktionschef Mike Weiland sprach sich im Namen der Sozialdemokraten ebenfalls eindeutig für 2029 aus: „Es ist eine positive Entwicklung, dass in unserer VG Ortsgemeinden, die zuvor gegen die Buga waren, jetzt für die Buga 2029 gestimmt haben.“

Scherzhaft merkte Heinz Scholl (FBL/FWG) an: „Aufgrund der Altersstruktur unserer Fraktion haben wir uns lieber für das frühere 2029 entschieden.“ Von der spaßigen Seite abgesehen halte die FBL/FWG-Fraktion einen gewissen Zeitdruck in diesem überschaubaren Rahmen im Mittelrheintal eher für vorteilhaft. Das Tal zeige damit, dass es offen für neue Impulse sei – „je eher desto besser“.

Dieter Clasen (CDU) wies noch einmal darauf hin, dass Autoren der Machbarkeitsstudie, die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft und der für die Kommunen sprechende Vorstand des Welterbe-Zweckverbandes eindeutig für 2029 plädiert und signalisiert haben, dass auch die Buga 2029 umsetzbar ist. „Was hindert uns dann daran, nicht auch dafür zu sein? Ob die Buga zwei Jahre früher oder später kommt, darf nicht zu einer Frage werden, die die Buga infrage stellt“, erklärte Clasen.

Mit Blick auf die Nachbarstadt Lahnstein, wo die Mehrheit des Stadtrates aufgrund zahlreicher infrastruktureller Projekte befürchtete, dass die Zeitspanne bis 2029 nicht ausreicht, erklärte Bürgermeister Groß: „Man kann die Argumentation natürlich auch einfach umdrehen und sagen, wenn wir zwei Jahre vorziehen, erhöht sich der Druck im Kessel, und das ein oder andere wird früher fertig.“

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel
Bad Ems Lahnstein
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