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VG Loreley

Ex-Jugendherberge auf der Loreley wird umgebaut: Eingangsgebäude soll Schmuckstück werden

Andreas Jöckel

Die Verbandsgemeinde Loreley hat im Zuge der Neugestaltung des Loreley-Plateaus auch die ehemalige Jugendherberge gekauft. Die Zielsetzung: Das schmucke Gebäude soll zum Eingangsgebäude für den Kultur- und Landschaftspark mit Gastronomie und Tourist-Information umgebaut werden. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der VG-Rat jetzt einstimmig gefasst, damit die Verwaltung weitere Verhandlungen mit interessierten Gastronomen führen kann.

Der schmucke Altbau der ehemaligen Jugendherberge auf dem Loreley-Plateau wird von der VG Loreley zum Eingangsgebäude für den Kultur- und Landschaftspark umgestaltet. Darin ist auch ein Gastronomiebetrieb geplant, der an einen Betreiber verpachtet werden soll. Foto: Andreas Jöckel
Der schmucke Altbau der ehemaligen Jugendherberge auf dem Loreley-Plateau wird von der VG Loreley zum Eingangsgebäude für den Kultur- und Landschaftspark umgestaltet. Darin ist auch ein Gastronomiebetrieb geplant, der an einen Betreiber verpachtet werden soll.
Foto: Andreas Jöckel
Die Ertüchtigung des Gebäudes ist im Rahmen des zweiten Bauabschnitts im Loreley-Park vorgesehen, für den insgesamt rund 5 Millionen Euro investiert werden sollen. Die geschätzten Kosten für den Umbau und die Umfeldgestaltung der ehemaligen Jugendherberge betragen 1,5 Millionen Euro. Je nach Nutzungsart der Gebäudeteile – durch die Loreley-Touristik, die Verbandsgemeinde oder einen privaten Betreiber – hat das Land Fördermittel zwischen 45 und 90 Prozent in Aussicht gestellt.

Im Dezember hatte die VG ein EU-weites Vergabeverfahren gestartet, um zu ermitteln, ob es Investoren gibt, die das Projekt in eigener Regie finanzieren und umsetzen wollen. Dabei stellte sich heraus, dass es durchaus Interessenten für ein Geschäftsmodell zur Bewirtschaftung auf der Loreley gibt, aber nur in einem Pachtvertrag ohne Investitionsverpflichtung. Also läuft nun alles darauf hinaus, dass die VG den Umbau selbst vornimmt und den Betrieb der Gastronomie vergibt.

Der Betreiber des Bistros im Loreley-Besucherzentrum hat zum 31. Oktober gekündigt. Bis zum Frühjahr 2019 soll ein Nachfolger gefunden werden. Foto: Andreas Jöckel
Der Betreiber des Bistros im Loreley-Besucherzentrum hat zum 31. Oktober gekündigt. Bis zum Frühjahr 2019 soll ein Nachfolger gefunden werden.
Foto: Andreas Jöckel
Bislang gibt es auf der Loreley neben dem Biergarten unterhalb der Freilichtbühne in der Tourismussaison das Bistro im Besucherzentrum. Der derzeitige Bistrobetreiber hat den Pachtvertrag aber zum 31. Oktober gekündigt. Die Übernahme durch einen neuen Betreiber wäre – nach einem Vergabeverfahren – noch zu Beginn der Sommersaison 2019 möglich. Dies wäre auch wünschenswert. Denn andernfalls gäbe es nach der Eröffnung des Kultur- und Landschaftsparks im kommenden Frühjahr eine peinliche gastronomische Unterversorgung, die einen erheblichen touristischen Imageschaden mit sich bringen würde.

Das künftige Gastronomiekonzept, das gerade für die Loreley entwickelt wurde, legt den Schwerpunkt aber auf die Bewirtschaftung des künftigen Eingangsgebäudes zum Park. Ein Gastronom, der im kommenden Jahr im Besucherzentrum einsteigt, wird dies also nur als Übergangslösung sehen können, die mit einem Signal der VG verbunden ist, dass er auch das künftige Eingangsgebäude nach Fertigstellung betreiben kann. Juristisch ist laut Verwaltung ein entsprechender Vertrag nach der Durchführung eines Vergabeverfahrens möglich. Zu den nächsten Schritten gehört neben dem Vergabeverfahren auch eine konkrete Entwurfsplanung und Kostenberechnung für den Umbau. Aufgrund derer kann dann auch ein konkreter Antrag auf Fördermittel beim Land gestellt werden.

Vor dem für die weiteren Schritte nötigen Grundsatzbeschluss des Rates brachte SPD-Fraktionsvorsitzender Mike Weiland noch einige Ergänzungsvorschläge ein, die von der Verwaltung eingearbeitet wurden. Diese beinhalten bereits einige Details zu den späteren Förderbedingungen, die mit dem Land abgestimmt werden müssen. Diese gestalten sich weniger kompliziert bezüglich der auf rund 700.000 Euro geschätzten Kosten für die Bereiche Empfangsgebäude mit Außenanlage, für die die VG 90 Prozent Fördermittel erhalten kann. Beim Gastronomieteil, der auf etwa 800.000 Euro geschätzt wird, betragen die maximalen Fördermittel zwar 45 Prozent, je nach Höhe der zu erwarteten Pachteinnahmen aber auch weniger.

Von unserem Redakteur Andreas Jöckel
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