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    Dritter Umwelttag: Strüth steht schon jetzt unter Strom

    Strüth steckt mitten in den Vorbereitungen für seinen Umwelttag „Strüth unter Strom“ am 10. September. Daher gab es am Mittwochabend in der Sitzung des Energie- und Umweltausschusses der Gemeinde noch so einiges zu besprechen: Wer soll persönlich eingeladen werden? Soll der Caterer sein eigenes Geschirr mitbringen? Und wo werden die einzelnen Aussteller mit ihren Ständen am besten platziert?

    Beim Strüther Umwelttag wird es auch um das Thema Elektromobilität gehen. Hier mischen Ortsbürgermeister Heiko Koch und seine Gemeinde schon ganz aktiv mit: Strüth ist Mitglied in der Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal (EGOM), die ein Carsharing-Projekt ins Leben gerufen hat.  Foto: Sailer
    Beim Strüther Umwelttag wird es auch um das Thema Elektromobilität gehen. Hier mischen Ortsbürgermeister Heiko Koch und seine Gemeinde schon ganz aktiv mit: Strüth ist Mitglied in der Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal (EGOM), die ein Carsharing-Projekt ins Leben gerufen hat.
    Foto: Sailer

    Während es noch Detailfragen zu klären gilt, steht jedenfalls bereits das Rahmenprogramm: „Das ist der dritte Umwelttag“, sagt Ausschussmitglied Klaus Steinbeck. „Dabei versuchen wir eine Mischung aus Vorträgen und Infoständen zu haben.“ Organisiert wird der Aktionstag von der Gemeinde Strüth gemeinsam mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal (EGOM), zu deren Vorstand Steinbeck gehört.

    Stargast des diesjährigen Aktionstages ist Volker Quaschning. Der Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin wird zum Thema „Herausforderung Energiewende“ referieren. Quaschning ist Autor mehrerer Bücher, die sich unter anderem mit Klimaschutz und erneuerbaren Energien beschäftigen. Sein Vortrag beginnt um 13.40 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses. Im Anschluss sind Fragen aus dem Publikum erlaubt. „Die ersten mutigen Fragen müssen von uns kommen“, forderte Steinbeck seine Ausschusskollegen auf, sich vorab Fragen zu überlegen.

    Schon bevor der Professor aus Berlin ans Rednerpult tritt, wird der Umwelttag um 11 Uhr mit einem Gottesdienst beginnen. Dieser wird unter dem Motto „Schöpfung und Schöpfung bewahren“ stehen, erklärt Klaus Steinbeck. Im Anschluss daran sollen ab 12 Uhr die Infostände der Aussteller für die Besucher geöffnet sein. Bei gutem Wetter werden sie vor dem Bürgerhaus, bei schlechtem in dessen kleinem Saal aufgestellt. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz wird nicht nur „ganz viele Broschüren“ mitbringen, wie Steinbeck versichert, sondern auch ein Fahrrad. Damit dürfen Besucher eine herkömmliche Glühbirne und eine LED-Lampe zum Leuchten bringen. So sollen sie merken, „dass man für die LED weniger strampeln muss“, erklärt Klaus Steinbeck.

    Mit dabei sein werden auch der Eine-Welt-Laden mit fair gehandelten Produkten, ein Händler mit Bioweinen sowie der Biohof Zorn, der unter anderem selbst gemachten Käse anbietet. Wer sich gleich an Ort und Stelle stärken möchte, kann das Angebot eines engagierten Food-Trucks nutzen – darunter Suppe und belegte Fladenbrote. Ein Strüther Elektriker wird in Sachen Solartechnik beraten, und der Aktivhof Oelsberg stellt sein Projekt für Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) vor. Unterstützt von einem Landwirt, bauen die SoLaWi-Teilnehmer ihr eigenes Gemüse auf einem Acker bei Oelsberg an.

    In der Brühl-Weiher-Straße vor dem Bürgerhaus werden außerdem verschiedene Elektroautos vorgestellt – sowohl von Privatpersonen, Autohändlern, als auch von der EGOM selbst. „Und ein Händler aus Nastätten kommt mit mehreren E-Fahrrädern zum Ausprobieren“, sagt Klaus Steinbeck. Auch die Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal präsentiert sich und informiert über ihr Carsharing-Projekt, das vergangenen Sommer an den Start gegangen ist.

    „Das läuft jetzt richtig an“, sagt Steinbeck über das Carsharing. Mehr als 50 Personen hätten sich bereits registriert, um mit dem E-Auto der Genossenschaft, einem Renault Zoe, fahren zu können. Zuerst muss dafür ein Nutzungsvertrag mit der EGOM abgeschlossen werden. Danach erhält man Zugang zum Online-Portal, über das das Fahrzeug gebucht werden kann. Der Mietpreis pro Stunde beträgt 4, der Tagespreis 15 Euro.

    Abgestellt ist das Auto am Strüther Bürgerhaus, wo es künftig einen festen Stellplatz an einer E-Ladesäule haben wird. Diese soll pünktlich zum Umwelttag in Betrieb gehen. Denn die Ortsgemeinde hat seit Kurzem grünes Licht, um die aus EU-Mitteln geförderte Schnellladesäule aufzustellen. Rund 12.000 Euro an Leader-Fördermitteln erhält Strüth für sein eingereichtes Projekt in Sachen umweltfreundliche Mobilität. Die Gesamtkosten für das Konzept, zu dem auch Fachvorträge wie beim Umwelttag gehören, liegen bei etwa 16.450 Euro; rund 10.600 Euro entfallen auf die E-Tankstelle und ihre Installation, erklärt Ortsbürgermeister Heiko Koch.

    Zum Programm des Umwelttags wird neben Volker Quaschnings Fachvortrag auch eine Gesprächsrunde mit Kommunal- und Landespolitikern gehören – an welcher der Experte vielleicht ebenfalls teilnimmt. „Da werden wir zwei, drei Dinge aus Professor Quaschnings Vortrag aufgreifen und die Politiker fragen, wie sie dazu stehen“, erklärt Klaus Steinbeck.

    Teilnehmen werden Staatssekretär Thomas Griese vom Umweltministerium, Landrat Frank Puchtler sowie Bürgermeister Jens Güllering. Zudem werden Frank Repovs von der Energiegenossenschaft Rabenkopf Bürger-Energie aus Wackernheim sowie Thomas Schwab von der EGOM dabei sein. Los geht es um 14.30 Uhr im Bürgerhaus.

    Von unserer Redakteurin Cordula Sailer

    Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal

    Die Energiegenossenschaft Oberes Mühlbachtal (EGOM) ist im Februar 2016 gegründet worden. „Ein Antrieb war es, dass wir selbst einen Beitrag zur Energiewende leisten wollen“, erklärt Klaus Steinbeck aus dem EGOM-Vorstand. Derzeit habe die Genossenschaft knapp 60 Mitglieder.

    Dazu zählen auch die Ortsgemeinden Strüth, Weidenbach, Welterod und Diethardt. Anfang dieses Jahres ist die EGOM mit ihrer ersten Fotovoltaikanlage ans Netz gegangen. Ein Strüther hat das Dach seiner Scheune für die Solarpaneelen zur Verfügung gestellt. Finanziert und gewartet wird die Anlage von der Genossenschaft. Über einen Nutzungsvertrag bezieht der Hausbesitzer nun aber Strom vom eigenen Dach. Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet. „Dieses Jahr ist das Ziel, noch zwei zusätzliche PV-Anlagen in Betrieb zu nehmen“, sagt Steinbeck. Neben der Solarenergie ist die Elektromobilität das zweite große Thema der EGOM. Sie bietet ein E-Auto an, das über ein Carsharing-Modell von Bürgern gemietet werden kann. Mehr Infos unter www.energiegenossenschaft-oberesmuehlbachtal.de csa

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