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    Die IHK-Studie im Detail: Tourismusbranche am Mittelrhein sucht Nachfolger

    Wie es aus Sicht der Anbieter um die Zukunft der Beherbergungsbetriebe in der Destination Romantischer Rhein von Remagen bis Rüdesheim bestellt ist, hat die IHK Koblenz bei Hotels, Privatquartieren, Ferienwohnungen, Campingplätzen und Jugendherbergen erfragen lassen. Der Geschäftsführer der dwif-Consulting aus Berlin, Mathias Feige, hat die Ergebnisse am Montag in Koblenz vorgestellt.

    Camping und erfindungsreiche Wohnmobile liegen im Trend wie hier auf beiden Rheinseiten nahe der Loreley. Laut einer Umfrage der IHK könnte die Zahl der Ferienwohnungen am Mittelrhein bis 2032 stark zurückgehen. Es sei denn, eine Buga 2031 sorgt für die Trendwende. Foto: Andreas Jöckel
    Camping und erfindungsreiche Wohnmobile liegen im Trend wie hier auf beiden Rheinseiten nahe der Loreley. Laut einer Umfrage der IHK könnte die Zahl der Ferienwohnungen am Mittelrhein bis 2032 stark zurückgehen. Es sei denn, eine Buga 2031 sorgt für die Trendwende.
    Foto: Andreas Jöckel

    Ein paar Fakten zum Hintergrund: Die Tourismuswirtschaft am Romantischen Rhein zählt mit einem Bruttoumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der Region. Rechnerisch gesehen, können 18.620 Personen ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus am Mittelrhein bestreiten. Die Zahl der gewerblichen Übernachtungen ist von 2006 bis 2016 von 2 Millionen auf 2,4 Millionen gestiegen. Bezogen auf den Inlandstourismus, liegt das Rheintal mit einem Zuwachs von 27 Prozent im deutschen Mittelfeld. Bei einem gleichzeitigen Rückgang der Betten stieg die Auslastung der Betriebe in den vergangenen zehn Jahren von 27,4 auf 36 Prozent. In der Übernachtungsentwicklung insgesamt legten Hotels garnis, Camping und Pensionen überdurchschnittlich zu, die restlichen Hotels nur unterdurchschnittlich. Zwar legte auch die Zufriedenheit der Gäste um 0,9 Prozentpunkte zu. Im Vergleich zu Rheinland-Pfalz (+3 Prozentpunkte) und Deutschland (+3,2 Prozentpunkte) besteht am Rhein aber noch Nachholbedarf.

    An der Selbsteinschätzung zur Zukunft haben 296 Betriebe teilgenommen, wobei die Teilnehmerquote bei 35 Prozent lag. Fast die Hälfte (46,4 Prozent) schätzen die Entwicklung des eigenen Betriebes als schlecht ein, lediglich 28,6 Prozent als gut und ein Viertel als mittel oder „schwer zu sagen“. Dennoch stufen mit 50,7 Prozent mehr als die Hälfte der Hotels ihre Wettbewerbsfähigkeit als hoch ein, 11,4 Prozent sogar als sehr hoch. Hier hängen die Privatquartiere hinterher: hoch (37,3 Prozent), mittel (42,4 Prozent).

    Bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Risiken bereiten behördliche Auflagen, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und Energiepreise sowohl Hotels als auch Privatquartieren fast gleichermaßen Sorgen. Während die Hotellerie aber eher Fachkräftemangel und Arbeitskosten umtreiben, sind es bei den Privatquartieren überwiegend hohe bestehende Kreditbelastungen.

    Für 60,4 Prozent der Befragten ist das Thema Betriebsnachfolge in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht relevant. Die restlichen fast 40 Prozent denken an Aufgabe oder Schließung (13,1 Prozent), haben das für sie relevante Thema noch gar nicht aufgegriffen (11,5 Prozent), planen einen Verkauf (8,1 Prozent) oder wollen planmäßig an einen Nachfolger übergeben (6,8 Prozent). Der Verkauf trifft eher auf den Hotelsektor zu, die Aufgabe stark auf die Privatquartiere. Die Folge: In der Hotellerie werden in 15 Jahren sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich noch 87 Prozent der Betriebe am Markt sein, bei den Privatquartieren aber nur noch etwa 53 Prozent.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

    Individuelle Beratung in den IHK-Regionalgeschäftsstellen

    Zum Thema Unternehmensnachfolge bietet die IHK Koblenz einstündige, individuelle Gespräche mit ihren Experten in den Regionalgeschäftsstellen an:

    • Simmern, Vor dem Tor 3, am Dienstag, 12. September, von 9 bis 13 Uhr
    • Koblenz, Schlossstraße 2, am Mittwoch, 20. September, von 9 bis 13 Uhr
    • Idar-Oberstein, Hauptstraße 161, am Dienstag, 10. Oktober, von 10 bis 14 Uhr
    • Altenkirchen, Wiedstraße 9, am Montag, 16. Oktober, von 10 bis 14 Uhr
    • Neuwied, Andernacher Straße 70, am Montag, 6. November, von 9 bis 13 Uhr
    • Interessenten finden das Anmeldeformular unter der Adresse www.ihk-koblenz.de, Download-Nummer 3725440. 

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