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    Mittelrhein

    Arbeiten für Park laufen planmäßig: Pfade und Schlucht auf der Loreley entstehen

    Wesentliche Arbeiten für den künftigen Kultur- und Landschaftspark sind derzeit auf dem Loreley-Plateau zu sehen. Im Bereich des ehemaligen Berghotels wird der Durchgang zum Hauptaussichtspunkt geschaffen. Der verschlungene Mythenpfad und der direkte Strahlenweg, die dorthin führen, werden angelegt. Im Hintergrund arbeitet derzeit ein Fachbeirat unter Federführung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal an dem künftigen Ausstellungskonzept zu Mythos und Rheinromantik.

    Die Arbeiten hatte der Verbandsgemeinderat Ende Februar zum Preis von insgesamt 3,51 Millionen Euro vergeben. In der jüngsten Sitzung des VG-Rates gab Tourismusreferent Armin Schaust einen kurzen Überblick zum Sachstand. Am ehemaligen Standort des Berghotels, wo sich die beiden vom Parkeingang her kommenden Wege treffen, soll eine Art künstliche Schlucht der Dramaturgie des Felsens entsprechend für eine gewisse Enge sorgen, bevor die Besucher zum weiten Panoramablick auf die Felsspitze hinaustreten. Auf der einen Seite wird sich im Durchgang eine naturbelassene Felswand befinden. Die Wand der anderen Seite wird mit Grauwacke ausgekleidet. Etwa sechs Meter wird die Wand der „Schlucht“ an ihrer höchsten Stelle sein. Der Durchgang wird etwa fünf bis sechs Meter breit.

    Ausstellungsraum unter der Erde

    Wo sich früher der Hotelkeller befand, wird ein Ausstellungsraum entstehen, der beim Durchgang durch die Fuge betreten werden kann. Nach dem Abriss des ehemaligen Berghotels hatte sich herausgestellt, dass der Gewölbekeller nicht wie vorgesehen dafür genutzt werden kann. Deshalb müssen die erforderlichen Fundamente und Wände neu gebaut werden.

    Fachbeirat erarbeitet Konzept

    Wo einst das Berghotel auf dem Loreley-Plateau stand, sind die Bagger damit beschäftigt, die Grundlage für den künftigen Durchgang durch eine Art künstliche „Schlucht“ zum Hauptaussichtspunkt auf der Felsspitze zu schaffen.  Foto: Ruth Vogel
    Wo einst das Berghotel auf dem Loreley-Plateau stand, sind die Bagger damit beschäftigt, die Grundlage für den künftigen Durchgang durch eine Art künstliche „Schlucht“ zum Hauptaussichtspunkt auf der Felsspitze zu schaffen.
    Foto: Ruth Vogel

    Während auf dem Plateau die Bagger rollen, ist ein Fachbeirat in den kommenden Monaten damit beschäftigt, wie die Parkbesucher künftig auf den Loreley-Mythos und die Rheinromantik eingestimmt und über das Herzstück des Oberen Mittelrheintals informiert werden können. Zum Start wird mit dem Zweckverband ein erstes Arbeitspapier für den Ausstellungsraum unter der Erde an der „Schlucht“ erstellt, das von einem Kurator konkretisiert werden soll. Auf dieser Grundlage sollen Ideen entwickelt werden, wie die Besucher vom Parkplatz über die geplanten Info-Punkte am Mythenpfad oder in der Kurzversion auf dem direkten Strahlenweg bis zum Durchgang auf die Felsspitze als Highlight an die Themen herangeführt werden.

    Grundlage für Info-Punkte

    Das gesamte Ausstellungskonzept bildet die Grundlage für die Planung der Info-Punkte, deren konkrete Ausgestaltung noch nicht im bisherigen Finanzierungskonzept des Parks enthalten ist. Im Laufe der ersten Bauphase können aber schon entsprechende Versorgungsleitungen für die möglichen Räume angelegt werden. In welchem Umfang das Ausstellungskonzept schon bis zur Eröffnung des Parks Ende 2018, Anfang 2019 umgesetzt werden kann, ist derzeit noch unklar. Möglicherweise könnte das Gesamtkonzept auch in den Jahren danach noch weiterentwickelt werden. Im Entwurf des Werkteams-Loreley sind der Info-Punkte als leuchtende Kristalle vorgesehen. Auch dafür müsste die Finanzierung noch geklärt werden.

    Projektsteuerung

    Wegen des hohen Aufwandes für die Betreuung der Loreley-Baustelle hat die VG Loreley das Projektsteuerungsbüro Drees & Sommer aus Frankfurt zur Unterstützung hinzugezogen. Die Kosten dafür betragen in 2016 und 2017 200.000 Euro. Im vergangenen Jahr konnte der Zweckverband die 100.000 Euro bezuschussen, in diesem Jahr ist dies nicht möglich.

    Von unserem Redakteur Andreas Jöckel

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