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Altenkirchen

Altenkirchener Fußgängerzone bekommt ein neues Gesicht

Grünes Licht für die Neugestaltung der Altenkirchener Fußgängerzone: Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung für dieses Jahr der Entwurfsplanung für den Ausbau der Wilhelmstraße grundsätzlich zugestimmt.

Ein kerzengerades Baumspailier soll das neue Erkennungszeichen der Altenkirchener City werden.
Ein kerzengerades Baumspailier soll das neue Erkennungszeichen der Altenkirchener City werden.

Nachdem die Bürger im Vorfeld ihre Wünsche und Ideen einbringen konnten und Bernd Heichel von der Planungsgruppe Bonn einen entsprechenden Gestaltungsentwurf vorgelegt hatte, geht es nach dem Stadtratsbeschluss nun weiter: Im Januar vergibt die Stadt die Ausführungsplanung, die den Bürgern dann in der zweiten Jahreshälfte 2015 präsentiert wird. Danach folgt die Ausschreibung der Bauarbeiten, und 2016 soll's dann losgehen und die Fußgängerzone ihr neues Gesicht erhalten. Insgesamt rund zwei Millionen Euro hat die Stadt für das Projekt vorgesehen. 70 Prozent der förderfähigen Kosten erhält die Stadt vom Land als Zuschuss aus einem Städtebauförderprogramm.

Der Mühlsteinbrunnen, der Brunnen auf dem Marktplatz, die Hochbeete und Kübel und vieles andere werden dann der Vergangenheit angehören. Zum neuen Erscheinungsbild gehört unter anderem eine Art Amphitheater auf dem Marktplatz, auf dem auch ein Wasserfontänenfeld Platz finden soll. Einiges, was Planer Heichel Mitte November im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert hatte, konnten sich viele Anwesende nicht so genau vorstellen – beispielsweise die geplante Hügellandschaft, die anstelle des Mühlsteinbrunnens vorgesehen ist. Oder auch das Baumspalier, das die Wilhelmstraße künftig optisch aufwerten wird.

Daher warf Annette Stinner vom Bauamt während der Ratssitzung zwei Bilder an die Wand, die den Kommunalpolitikern vor Augen führten, wie das Ganze später einmal aussehen könnte. Doch gerade mit der Hügellandschaft hatten einige Stadtratsvertreter so ihre Schwierigkeiten. Dr. Kristianna Becker (CDU) beispielsweise sah Verletzungspotenzial, wenn Kinder auf diesen Hügeln herumturnen und stellte die Frage in den Raum, ob diese Anlage überhaupt ins Stadtbild passt. Andrea Ackermann (FWG) erinnerte daran, dass auch der jetzige Brunnen durchaus eine Unfallgefahr für kleine Kinder darstelle. SPD-Fraktionsvorsitzende Daniela Hillmer-Spahr hingegen plädierte dafür, dem Projekt erst einmal eine Chance zu geben. Das sah auch Stadtbürgermeister Heijo Höfer so: „Wir begeben uns hier auf Neuland." Die Idee, eine Hügellandschaft zu schaffen, finde er „ganz spannend". Peter Müller (Bündnis 90/Die Grünen) stieß ins selbe Horn und warnte davor, so lange zu diskutieren, bis die Idee zerredet ist. „Es wäre doch toll, wenn die Stadt Altenkirchen hier etwas versucht, was andere nicht haben." Die planerischen Details seien sicher lösbar, meinte Müller.

Damit war die Diskussion freilich noch nicht zu Ende. Ralf Lindenpütz (CDU) wollte sich „nicht überfahren lassen" und bezeichnete den vorgelegten Plan als diskussionswürdig. Auf Nachfrage von CDU-Fraktionschef Ekkehard Schneider erklärte Stadtbürgermeister Höfer, natürlich könne nichts gebaut werden, was nicht umsetzbar ist. Doch er warb dafür, der Entwurfsplanung zunächst zuzustimmen und offene Detailfragen im Zuge der Ausbauplanung in den städtischen Ausschüssen zu klären. Deutlich unterstrich er: „Ich verwahre mich dagegen, dass man so tut, als wären alle dafür und wir würden in etwas hineinrennen, was Unsinn ist." Das zuvor abgestimmte Verfahren jetzt infrage zu stellen, verstehe er nicht. (mp)

Altenkirchen Betzdorf
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