Selters

Zwölf Kilometer „Lesestrecke“ genossen: Selterser Lesesommer fand großen Anklang bei den Schülern

Auch beim zweiten Lesesommer unter Corona-Bedingungen waren die Schüler mit großem Eifer dabei. 115 Kinder hatten sich in der Stadtbücherei Selters angemeldet, darunter mehr als 70 Grundschüler. „Besonders freut uns die hohe Zahl von 94 Kindern, die eine Urkunde erhalten haben“, sagt Birgit Lantermann vom Team der Stadtbücherei. Eine solche Urkunde gibt es, wenn man mindestens drei Bücher gelesen hat.

Sie verschlangen beim Lesesommer der Stadtbücherei Selters stapelweise Bücher und landeten deshalb auf den vordersten Plätzen: Hannah Schnug (von links) sowie die beiden Schwestern Julina Marie und Michelle Lorraine Bennewitz.
Sie verschlangen beim Lesesommer der Stadtbücherei Selters stapelweise Bücher und landeten deshalb auf den vordersten Plätzen: Hannah Schnug (von links) sowie die beiden Schwestern Julina Marie und Michelle Lorraine Bennewitz.
Foto: Eckhard Schneider

„Das einfache Konzept geht auf: Ganz nebenbei nehmen die Kinder ein paar Bücher mit nach Hause, in den Urlaub oder sogar ins Schwimmbad und haben Freude am Lesen“, freut sich Lantermann. Wegen Corona galt es allerdings, ein paar Regeln einzuhalten. Um zu beweisen, dass sie ein bestimmtes Buch auch wirklich gelesen hatten, füllten die Leseratten einen Buchcheck oder Buchtipp aus – teilweise mit gemalten Buch-szenen oder einer Zeichnung ihres Lieblingscharakters. Manche schrieben mehrere Seiten lange Zusammenfassungen des Inhalts oder schickten die Zusammenfassung als Audiodatei per WhatsApp.

Allein die drei Erstplatzierten bewältigten zusammen 120 Bücher. Hannah Schnug aus Selters las mit 45 die meisten Bücher, danach folgten die beiden Schwestern Michelle Lorraine und Julina Marie Bennewitz mit 43 und 32 Büchern. Hannah las am liebsten in einem Ohrensessel, den sie zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Die Geschwister Bennewitz lasen in den Ferien gerne im Bett, auch schon ein paar Stunden vor dem Aufstehen. Alle drei mögen Fantasiebücher und Comics wie zum Beispiel „Gregs Tagebuch“. Zusammengenommen lasen alle Teilnehmer insgesamt 893 Bücher mit 96.104 Seiten. Würde man die Seiten nebeneinanderlegen, wäre das eine Strecke von mehr als zwölf Kilometern.