Archivierter Artikel vom 22.09.2017, 06:00 Uhr
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Westerwaldkreis

Warum Keuchhusten im Westerwald auf dem Vormarsch ist

Obschon wir in einer hochzivilisierten Welt mit Quantensprüngen in Wissenschaft und Forschung und einer Hochleistungsmedizin leben, nehmen die Fälle von Keuchhusten weiter zu. Auch im Westerwaldkreis ist die Zahl der Erkrankungen hoch – Tendenz weiter steigend. Vor allem für Neugeborene kann eine Ansteckung mit den „Bordetella pertussis“-Bakterien zur tödlichen Gefahr werden. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres registrierte das Gesundheitsamt des Westerwaldkreises bereits 32 Keuchhustenfälle, während es im selben Zeitraum im Kreis Altenkirchen 11 Fälle waren. Im Jahr 2016 traten im Westerwaldkreis insgesamt 49 Fälle der seit 2013 meldepflichtigen Infektionskrankheit auf, im Nachbarkreis waren es 17 Fälle. Da Keuchhusten aber oftmals nicht oder erst sehr spät diagnostiziert werde und dem Kreis nicht alle Fälle gemeldet werden, sei die Dunkelziffer weit höher, schätzt das Kreisgesundheitsamt.

Von Stephanie Kühr Lesezeit: 3 Minuten