Archivierter Artikel vom 25.02.2021, 20:00 Uhr
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Hachenburg

Waldsterben: Auf Totholzflächen entsteht neues Leben

Wie sollte man aus Naturschutzgründen mit den durch Windwurf, Trockenheit und Borkenkäferbefall entstandenen Kalamitätsflächen im Wald umgehen? Antworten auf diese Frage sammelten Vertreter des Forstamtes Hachenburg jetzt bei einer gemeinsamen Exkursion mit Naturschützern im Staatswald im Nauberg bei Nister. Zusammengefasst lässt sich sagen: Je mehr Totholz im Wald verbleibt, desto besser ist dies für die Artenvielfalt, den Wasserhaushalt und das Klima, so die einhellige Meinung von Philipp Schiefenhövel (Will-und-Liselott-Masgeik-Stiftung für Natur- und Landschaftsschutz) sowie von Harry und Gabriele Neumann und Günter Hahn vom Verein Naturschutzinitiative (NI). Dies widerspricht allerdings der in der Bevölkerung noch recht weitverbreiteten Meinung, dass gefällte oder umgeknickte Bäume unbedingt entfernt werden müssten, da der Wald sonst „unaufgeräumt“ aussehe.

Von Nadja Hoffmann-Heidrich Lesezeit: 4 Minuten