Archivierter Artikel vom 22.02.2013, 11:49 Uhr
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Westerwald

Torffreies Gärtnern hilft dem Moor

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende ist die Gartensaison auch im Westerwald eröffnet. Kaum ein Hobbygärtner konnte sich dem Sog entziehen, endlich Blumen zu kaufen und Balkon und Garten auf die Sprünge ins Gartenjahr zu helfen. Unabdingbar für dieses Vorhaben: viele Beutel Erde. Das nimmt der Nabu zum Anlass, zur bundesweiten Aktion „Torffreies Gärtnern“ aufzurufen. Denn in den Plastiksäcken mit der Aufschrift „Erde“ ist viel Torf enthalten. Ein Rohstoff, der Tausende von Jahren braucht, um zu entstehen (ein Millimeter pro Jahr). In Deutschland werde eine Fläche von mehr als 27 000 Hektar für den Abbau dieses fossilen und damit endlichen Rohstoffes genutzt, sagen Nabu-Experten. Damit trage der Verbraucher, ohne es zu wissen, zum Lebensraumverlust für viele Tier- und Pflanzenarten bei, heißt es weiter. So braucht zum Beispiel die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, Moor und Feuchtwiesen, um zu überleben.

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