Archivierter Artikel vom 09.11.2015, 21:05 Uhr
Höhr-Grenzhausen

Tontafeln erinnern in Höhr-Grenzhausen an NS-Opfer

An die 24 früheren jüdischen Bürger Höhr-Grenzhausens, die Opfer des NS-Regimes wurden, erinnern jetzt 24 Tontafeln.

Foto: Nitz Fotografie

Gut sichtbar hängen sie nun als Zeichen gegen das Vergessen an der Mauer des Stadtparks. In die Keramiktafeln sind Namen, Lebensdaten und Angaben über das Schicksal eingeritzt und geben den NS-Opfern damit ihre Individualität zurück. Die Idee zum Projekt „Lebensspuren“ entstand bereits vor zwei Jahren. Seither arbeiten Verbandsgemeinde, Keramikmuseum, Gymnasium, Realschule und die beiden Kirchengemeinden gemeinsam an dem Ziel, die Erinnerung an die jüdischen Einwohner wachzuhalten. Die Erinnerungssteine wurden von Gymnasiasten gefertigt; Realschüler recherchieren die Lebensläufe der NS-Opfer. nsi