Archivierter Artikel vom 09.05.2021, 20:00 Uhr
Montabaur

Stadtführung per QR-Code: Montabaurer Fachwerkgebäude erzählen ihre Geschichte

Fachwerk prägt das Gesicht Montabaurs und seiner Stadtteile. Die historischen Bauten stecken voller Geschichte(n). „Künftig sollen sie diese selbst erzählen: Wer einen QR-Code an der Fassade scannt, bekommt Spannendes aus vergangener Zeit auf die Ohren“, kündigt die Verbandsgemeinde-Verwaltung Montabaur in einer Pressemitteilung an.

Beim ersten Projekttreffen führten Karin Maas, Leiterin der Tourist-Info, und Thomas Becker, Vertreter der Stadt Montabaur in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, das Team des Landesprojekts KuLaDig durch die Altstadt und zeigten die schönsten Fachwerkhäuser.
Beim ersten Projekttreffen führten Karin Maas, Leiterin der Tourist-Info, und Thomas Becker, Vertreter der Stadt Montabaur in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte, das Team des Landesprojekts KuLaDig durch die Altstadt und zeigten die schönsten Fachwerkhäuser.
Foto: Pressestelle VG Montabaur

Umgesetzt wird diese Idee dank KuLaDig-RLP. Die Abkürzung steht für das 2019 gestartete Projekt „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz“ – durchgeführt in der Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau und gefördert vom Innenministerium des Landes. „Die Karte des Landes Rheinland-Pfalz füllt sich rasch mit einer ungeheuren Vielfalt von Objekten, die es verdienen, besucht und betrachtet zu werden – von der Burg über die Stadtmauer bis zur stillgelegten Fabrik“, heißt es in der Pressemitteilung. „In den Jahren 2019 bis 2021 kamen und kommen jeweils zehn ausgewählte Kommunen in den Genuss finanzieller und fachlicher Unterstützung. Die Stadt Montabaur, die sich gerade in die deutsche Fachwerkstraße einreihen durfte, hat sich in der dritten Runde in diesem Jahr beworben und Fachwerk als Schwerpunkt-Thema angegeben.“ Mit Erfolg.

Nun sei die Freude groß über einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro und die Hilfe angehender Kulturwissenschaftler beim multimedialen und digitalen Aufbereiten der Geschichten. Diese werde es in zwei Hör-Versionen geben – eine für Erwachsene und eine für Kinder: „Die Großen bekommen Wissenswertes prägnant und unterhaltsam präsentiert. Und auch den Kleinen soll vermittelt werden, dass die Historie kein langweiliges und abgehaktes Ding ist.“

Zum KuLaDig-Projektteam in der Kommune gehören neben Karin Maas, der Leiterin der Tourist-Information Montabaur, auch Thomas Becker, der die Stadt Montabaur in der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte vertritt und von Beruf Zimmerer für Restaurierungsarbeiten ist, und außerdem Bernd Schrupp, der seit vielen Jahren über die Geschichte der Stadt forscht und dabei schon viele Schätze ausgegraben hat. Das Trio sei bereits eifrig am Werk, heißt es: „Es wählt Objekte aus, animiert Hauseigentümer zum Mitmachen und recherchiert Hintergründe.“ Die wichtigsten Details, Fotos und natürlich die QR-Codes sollen später auch in eine entsprechende Broschüre einfließen.

In der digitalen Kulturlandschaft ist Montabaur der Pressemitteilung zufolge in bester Gesellschaft. Neue Anziehungspunkte im Jahr 2021 seien zum Beispiel die Moselfähre zwischen Alf und Bullay, die Gießhalle der ehemaligen Eisenhütte in Bendorf-Sayn, der Silbersee bei Landstuhl, das Römerbergwerk Meurin in der Pellenz und der jüdische Friedhof bei Waldlaubersheim.

Alle Infos findet man im Internet unter www.kuladigrlp.net.