Archivierter Artikel vom 18.07.2015, 17:34 Uhr
Westerwald

Naturschützer fordern Sofortmaßnahmen

Um den Erhalt der Wiesenbrüter zu gewährleisten, fordern die Naturschutzverbände sofortige Maßnahmen: Verbot der Grünlandnutzung (Mahd oder Beweidung) vor dem 15. Juli.

Die Zahl der Braunkehlchen sinkt dramatisch. Foto: Wolfgang Burens
Die Zahl der Braunkehlchen sinkt dramatisch.
Foto: Wolfgang Burens

Als Ausgleichsprämien für die Landwirte werden mindestens 1000 Euro pro Hektar gefordert. Außerdem: Keinerlei Bodenbearbeitung oder Pflegemaßnahmen zwischen dem 1. April und dem 15. Juli. Darüber hinaus fordern die Naturschützer auf Düngung, Pestizide oder Pflanzenschutzmitteln, Nachsaaten und Pflegeumbrüche zu verzichten. Weiterhin soll ein jährlich wechselnder Brachestreifen im Umfang von zehn Prozent jeder einzelnen Nutzungseinheit belassen werden. Grünland- und Brachekomplexe sollen gezielt durch Rückschnitt von Gehölzkulissen offengehalten werden. Wichtig ist, dass diese Maßnahmen auf allen Flächen innerhalb der Vogelschutzgebiete mit Wiesenbrütern im Westerwald umgesetzt werden, betont Harry Neumann, Vorsitzender der Naturschutzinitiative aus Quirnbach. Bei kleinen Teilgebieten müsse mindestens eine Fläche von 40 Hektar dementsprechend genutzt werden. Diese Maßnahmen wären mit Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro pro Jahr verbunden, sagt Neumann.