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Westerwaldkreis

Nach AWO-Betrugsskandal im Westerwald: Anklage erhoben

Von Stephanie Kühr
Der frühere AWO-Kreisverband Westerwald hatte seinen Sitz in Wirges; heute ist hier der Ortsverein untergebracht. Durch die Insolvenz Kreisverbandes im Zuge des Abrechnungsskandals 2015 verloren 25 Mitarbeiter ihren Job. Der neue Kreisverband wird vom AWO-Bezirksverband Rheinland betreut. Die heute sieben eigenständigen AWO-Ortsvereine und das AWO-Altenheim in Höhr-Grenzhausen bestanden fort; sie hatten mit dem Betrug nichts zu tun.
Der frühere AWO-Kreisverband Westerwald hatte seinen Sitz in Wirges; heute ist hier der Ortsverein untergebracht. Durch die Insolvenz Kreisverbandes im Zuge des Abrechnungsskandals 2015 verloren 25 Mitarbeiter ihren Job. Der neue Kreisverband wird vom AWO-Bezirksverband Rheinland betreut. Die heute sieben eigenständigen AWO-Ortsvereine und das AWO-Altenheim in Höhr-Grenzhausen bestanden fort; sie hatten mit dem Betrug nichts zu tun. Foto: Markus Müller
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Gut fünf Jahre nach der Insolvenz der AWO-Kreisverbände Westerwald und Altenkirchen infolge krimineller Abrechnungsmachenschaften hat die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt gegen vier ehemalige Vorstandsmitglieder der beiden AWO-Kreisverbände sowie gegen zwei frühere Mitarbeiter und drei frühere Mitarbeiterinnen beider Verbände im Alter zwischen 42 und 79 Jahren Anklage vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Koblenz erhoben. Das hat der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse mitgeteilt. Unter anderem gehört ein früherer SPD-Landtagsabgeordneter zu den Beschuldigten.

Die Staatsanwaltschaft wirft einem Mitarbeiter und einer Mitarbeiterin des früheren AWO-Kreisverbandes Westerwald vor, zwischen Dezember 2011 und August 2014 in 101 Fällen gemeinschaftlich und gewerbsmäßig gegenüber dem Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) Wilhelmine-Lübke-Stiftung Seminare im Bereich der Seniorenarbeit vorsätzlich falsch abgerechnet und bei jeder Abrechnung den Tatbestand des Betruges in einem ...