Archivierter Artikel vom 27.10.2014, 19:59 Uhr
Koblenz/Rennerod

Missbrauch: Angeklagter erscheint nicht zum Prozess

Er soll seine Stieftochter sexuell missbraucht haben, zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Koblenz erschien der 51-jährige Angeklagte am Montagmorgen allerdings nicht.

Sein Anwalt, Ulrich Koch, berichtete der zehnten Strafkammer, dass sein Mandant „völlig fertig“ sei. Er sei depressiv und habe Selbstmordgedanken. Aus Sicht des Anwalts ist der Angeklagte stärker gezeichnet, als man das bei Verfahren dieser Art erwarten könne. „Ich hatte das Gefühl, dass er nicht kommen wird“, sagte Rechtsanwalt Koch. Laut der Prozessakte habe der Angeklagte vor gut einem Jahr bereits einen Suizidversuch unternommen, so der Vorsitzende Richter.

Die Koblenzer Strafkammer beschloss, den Angeklagten von einem Amtsarzt untersuchen zu lassen, ob der 51-Jährige verhandlungsfähig ist. Ihm wird vorgeworfen, in der Verbandsgemeinde Rennerod seine 1997 geborene Stieftochter zwischen 2010 und 2013 zwölf Mal missbraucht haben. ys