Archivierter Artikel vom 07.05.2017, 21:57 Uhr

Kommentar zur Landratswahl: Positiv gestimmt in zweite Amtszeit

Keine Frage: Achim Schwickert ist bei der gestrigen Wahl als Landrat des Westerwaldes eindrucksvoll bestätigt worden. Aber: Ist die Bestätigung genauso eindeutig, wie sie eindrucksvoll ist?

Nein, leider nicht, denn die meisten Bürger haben nicht gewählt und deshalb auch keine Position zu Schwickert bezogen, ihn weder mit einem Ja gelobt, noch mit einen Nein abgestraft. Das gilt im Übrigen auch für die Bürgermeister, bei denen es keine Gegenkandidaten gab. Dafür können aber die Kandidaten nichts, daran haben allein die Nicht-Wähler schuld. Durch die Bank hat der Landrat gute Werte erhalten. Und auch in Gemeinden, in denen die Wahlbeteiligung etwas höher war, erhielt er nicht unbedingt prozentual weniger Ja-Stimmen.

Schwickert kann also positiv gestimmt in die zweite Amtszeit gehen, auch wenn er vielerorts ein Ja auf dem rosaroten Wahlzettel nur von etwa einem Viertel der Wahlberechtigten erhalten hat. Bei dieser niedrigen Beteiligung sind die Aussichten für die Demokratie nicht rosarot.

Markus Müller