Archivierter Artikel vom 06.10.2011, 13:07 Uhr
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Halbs

Halbs hat ein ungewöhnliches Urnengemeinschaftsgrab

Aus der Not eine Tugend hat die Ortsgemeinde Halbs gemacht: Da auf dem Friedhof des 380 Einwohner zählenden Dorfes nur noch ein Urnengrab frei war, bestand Handlungsbedarf. „Wir waren in der Pflicht, denn die Nachfrage nach dieser Bestattungsmöglichkeit steigt“, sagt Ortsbürgermeister Rudi Kessler. Der Ortsgemeinderat informierte sich, welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt. Als Alternative zu einer Urnenstele entdeckte der Ortsbeigeordnete Horst Müller bei seiner Recherche ein sogenanntes Urnengemeinschaftsgrab. Diese Form, mit der zugleich auf den raschen Wandel in der Trauer- und Friedhofskultur reagiert werden kann, überzeugte den Gemeinderat. Eine aufwändige Grabpflege für die Angehörigen entfällt. Trotzdem haben sie einen konkreten Ort des Erinnerns, der den einzelnen Menschen nicht der Anonymität übergibt.

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