Archivierter Artikel vom 31.05.2018, 09:52 Uhr
Hergenroth

Große Aufregung im Westerwaldkreis: Stiftung weist Wolf-Gerücht in Hergenroth zurück

Nachdem sich Hinweise verdichteten, dass zwei Wölfe den Westerwald nachweislich durchstreift haben, gab der Fund eines toten Kalbes im Westerwaldkreis Anlass zu großer Aufregung.

Wolf im Wildpark
Ein Wolf (Canis lupus) steht in einem Wildpark in seinem Gehege.
Foto: Alexander Heinl/Archiv

Anfang der Woche hielt sich in sozialen Plattformen das Gerücht, dass in Hergenroth ein Wolf ein frisch geborenes Kalb auf einer Weide gerissen haben soll. Jan Hoffmann von der zuständigen Stiftung für Natur und Umwelt in Mainz ist sich jedoch anhand verschiedener Hinweise sicher, dass hier kein Wolf zugeschlagen hat, sondern dass ein Fuchs das schwache, vielleicht sogar schon tote Kalb vom After aus angefressen hat. Die erkennbaren Fressspuren am Opfertier seien etwa typisch für Sekundärnutzer, also Aasfresser, während der für Wölfe typische Kehlbiss zur gezielten Tötung fehle.

Zusätzlich zu einem Fuchs könnten auch Vögel bereits an dem Kalb gefressen haben, so Hoffmann weiter. nh