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Bad Marienberg

Gebärden: Wenn Babys mit ihren Händen sprechen lernen

Von Nadja Hoffmann-Heidrich
Während der Betrachter des Fotos auf der Karte, die Papa Andreas seinem Sohn Liam zeigt, ein Schaf sieht, ist auf der Rückseite ein Hase zu sehen. Die Gebärde dafür deutet sein Papa an. Vater und Sohn sind Teilnehmer eines Gebärdenkurses von Jenni Fiedler (im Hintergrund).  Foto: Röder-Moldenhauer
Während der Betrachter des Fotos auf der Karte, die Papa Andreas seinem Sohn Liam zeigt, ein Schaf sieht, ist auf der Rückseite ein Hase zu sehen. Die Gebärde dafür deutet sein Papa an. Vater und Sohn sind Teilnehmer eines Gebärdenkurses von Jenni Fiedler (im Hintergrund). Foto: Röder-Moldenhauer

Als Jenni Fiedler Karten mit Tierzeichnungen hochhält und dazu passende Handbewegungen macht, kann es für Liam und Noan gar nicht schnell genug gehen: Im Eilkrabbeltempo ziehen die acht beziehungsweise zehn Monate alten Jungs über die weichen Matten los, um diese Karten zu ergattern. Die beiden Säuglinge sind Teilnehmer eines Gebärdensprachkurses für Eltern und Kinder, der neuerdings in Bad Marienberg angeboten wird. Taub sind Liam und Noan nicht, sondern sie erlernen, zusammen mit ihren Eltern, die Sprache mit den Händen, weil diese einerseits Spaß macht und sie es andererseits ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, lange bevor die Kinder sprechen und somit ihre Bedürfnisse verbal äußern können.

Lesezeit: 3 Minuten
Jenni Fiedler, die ursprünglich als Grundschullehrerin gearbeitet hat, hat sich dafür 2017/18 nach dem Konzept „Babysignal“ von Wiebke Gericke (Hamburg) zur zertifizierten Kursleiterin ausbilden lassen. Ihr Wissen gibt die Westerwälderin seither an Teilnehmer in Herborn und Neunkirchen sowie nun seit Kurzem auch in Bad Marienberg weiter. Aktuell läuft im Hebammenzentrum ...