Archivierter Artikel vom 08.06.2021, 12:00 Uhr
Limburg/Westerwald

Dank der Spenden des Bistums Limburg: Bonifatiuswerk freut sich über 112.000 Euro für Katholiken in Diaspora

Das Bonifatiuswerk hat mit 13 Millionen Euro im Jahr 2020 Katholiken in der Diaspora in Deutschland, Nordeuropa und im Baltikum unterstützt. Wie das Bistum Limburg weiter mitteilt, kamen aus der Diözese Limburg laut Anfang Juni veröffentlichtem Jahresbericht 112.000 Euro Spenden zusammen.

Präsentieren den Diaspora-Jahresbericht (von links): Generalsekretär Monsignore Georg Austen, der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus, und Geschäftsführer Ingo Imenkämper.
Präsentieren den Diaspora-Jahresbericht (von links): Generalsekretär Monsignore Georg Austen, der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus, und Geschäftsführer Ingo Imenkämper.
Foto: Patrick KLeibold

Allein bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden demnach im Bistum 35.000 Euro gesammelt. Die Erstkommunionkinder sammelten 12.000 Euro und Firmbewerber 7000 Euro für die Kinder- und Jugendhilfe in der Diaspora. Das Bonifatiuswerk unterstützte zusätzlich im Bistum missionarische Projekte der Glaubenshilfe mit 6000 Euro.

Trotz eines deutlich spürbaren und durch Corona bedingten Rückgangs bei den Kollekten konnte das katholische Hilfswerk aufgrund einer stabilen Spendenbereitschaft 771 Projekte fördern. „Wir sind außerordentlich dankbar für die Solidarität unserer Spenderinnen und Spender, die trotz ihrer eigenen Sorgen, Nöte, Ängste oder auch persönlicher Verluste in der Zuversicht des Glaubens füreinander da sind und die Menschen in der Diaspora unterstützen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

In den Diasporagebieten wurden Bauprojekte, Projekte der Kinder- und Jugendhilfe und der Glaubenshilfe unterstützt. Auch missionarische Initiativen, religiöse Bildungsarbeit und Seelsorge wurden finanziell bezuschusst. Die Pandemie hätte zu vielen Ausfällen von Veranstaltungen und Projekten geführt, so Monsignore Austen, deshalb habe sich das Bonifatiuswerk dazu entschlossen, die pastorale Arbeit in den Gemeinden mit zusätzlichen Geldern gezielter zu unterstützen. So konnten auch digitale Initiativen zu den Hochfesten Ostern und Weihnachten ins Leben gerufen werden.

Weitere vielversprechende Ansätze zeige das Förderprogramm „Räume des Glaubens eröffnen“. „Seit zwei Jahren können sich katholische Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen mit ihren innovativen missionarischen Projekten bei uns bewerben“, sagte Monsignore Austen. Seitdem hat das Bonifatiuswerk 23 Projekte gefördert. „Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie ermöglichen durch unterschiedliche kreative Herangehensweisen neue Formen des Kircheseins.“

Auch das Programm „Praktikum im Norden“ sei ein erfolgreiches Projekt. Jährlich gehen etwa 20 junge Menschen für einen längeren Zeitraum in eine katholische Gemeinde oder Einrichtung in Nordeuropa oder im Baltikum, um zu erleben, was es bedeutet in einer Minderheit seinen Glauben zu leben.

Die Förderung der Projekte finanzierte das Bonifatiuswerk 2020 durch Einnahmen aus 2,77 Millionen Euro Kollekten. Durch Spenden, Beiträge, Vermächtnisse und Schenkungen kamen 7,49 Millionen Euro zusammen. Hinzu kamen Mittel des Diaspora-Kommissariats. „Mit 14,35 Millionen Euro ist unser Mittelaufkommen um rund 930.000 Euro gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Diese Veränderung entfällt im Wesentlichen auf den Rückgang der Kollekten, die um 43,9 Prozent gesunken sind“, schilderte Geschäftsführer Ingo Imenkämper.

„Erfreulicherweise konnten wir einen Zuwachs bei den Spenden ohne Zweckbindung auf 2,99 Millionen Euro verzeichnen. Deutschlandweit spendeten Erstkommunionkinder 709.000 Euro und Firmbewerberinnen und Firmbewerber 353.000 Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte. Insgesamt erbrachte die Diaspora-Kollekte 1,6 Millionen Euro.“

Der Jahresbericht 2020 ist unter bonifatiuswerk.de zu finden.