Archivierter Artikel vom 18.02.2021, 11:58 Uhr
Westerwald

17 Nächte mit Frost: Im Januar gab es im Kreis wenig Sonnenschein und nasses Winterwetter

Der Januar 2021 brachte im Westerwald insgesamt sonnenscheinarmes und nasses Winterwetter. Die mittlere Temperatur lag an Sieg und Wied mit 1,4 Grad letztlich 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010.

Foto: dpa/Symbolfoto
Die erste Monatshälfte wurde der Jahreszeit entsprechend von eher kalten Temperaturen geprägt. Dabei hatte es die Sonne recht schwer, und immer mal wieder fiel Schnee, teilweise auch Regen. In der Nacht zum 11. Januar sanken die Temperaturen im Kreis Altenkirchen auf den Tiefstwert des Monats von minus 6,4 Grad.

Insgesamt gab es in 17 Januarnächten Frost. Zu Beginn der dritten Dekade bestimmte eine Südwestlage das Wetter, und mildere Luft gelangte in unsere Region. Am 21. Januar stiegen die Temperaturen auf den Höchstwert des Monats von 10,7 Grad.

Diese milde Phase hielt allerdings nicht lange an. Bereits vom 24. bis 27. Januar pendelten die Werte wieder um 2 Grad. Am Monatsende lag schließlich eine Luftmassengrenze quer über Deutschland, die milde Luft im Südwesten von kalter Luft im Nordosten trennte. Bei uns wurden bei zeitweise kräftigen Niederschlägen noch einmal sehr milde Temperaturen erreicht.

Die vielen Niederschläge und das Tauwetter in den Mittelgebirgen und Alpen ließen Flüsse und Bäche in einigen Regionen Süd- und Westdeutschlands über die Ufer treten. Auch die Wied gehörte dazu. Die Niederschlagsbilanz fiel mit einer Summe von 118,2 Litern pro Quadratmeter überdurchschnittlich aus. Bis zum Monatsende wurden 150 Prozent des Mittelwerts erreicht. Die Sonne machte sich im Januar dagegen zeitweise rar. Mit nur elf Stunden Sonnenschein verfehlte der Januar sein Soll um 76 Prozent.