Rhein-Lahn

Sturmtief hält Region in Atem: Notruf aus England rettet Lkw-Fahrer

Zahlreiche umgestürzte Bäume, aber keine größeren Sachschäden – so fiel gestern die Bilanz von Rettungskräften und Polizei nach dem Sturmtief Zoltan aus, welches die Region in der Nacht von Donnerstag auf Freitag durchquerte. Bereits am frühen Freitagmorgen zog das Polizeipräsidium Koblenz in einer Pressemitteilung eine erste Bilanz.

Lesezeit: 1 Minute
Warnung vom Deutschen Wetterdienst
Sturmtief Zoltan sorgte auch in der heimischen Region für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei.
Foto: Thomas Warnack/dpa

Demnach hatte es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wegen Sturm, Dauerregen und Gewitter unzählige Einsätze von Feuerwehren, Straßenmeistereien und der Polizei gegeben. In Lahnstein kam es zum Beispiel zu umgewehten Verkehrsschildern, und in der Industriestraße musste ein Trampolin gesichert werden. Außerdem war die Feuerwehr damit beschäftigt, verschiedene Keller und Unterführungen leer zu pumpen.

In Diez hatte die Feuerwehr am Donnerstagabend unter anderem mit einem ungestürzten Bauzaun in der Wilhelmstraße zu tun. Auf der L 318 zwischen Birlenbach-Fachingen und Katzenelnbogen kam es wiederholt zu Einsätzen, so war laut einer Meldung der Feuerwehr Katzenelnbogen die L 318 zeitweise voll gesperrt. Wegen des Sturms kam es außerdem am frühen Donnerstagabend um 17.50 Uhr in Teilen von Hahnstätten, Lohrheim, Oberneisen und Rückershausen zu einer Unterbrechung in der Stromversorgung, meldete der Netzbetreiber Syna. „Durch Netzumschaltungen konnte der Großteil der Betroffenen nach rund 30 Minuten wieder mit Strom versorgt werden.“ Um 21 Uhr erhielten dann alle Haushalte wieder Strom.

Auch im benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis sorgte das Unwetter besonders zwischen 19 und 23 Uhr für zahlreiche Einsätze, berichtete gestern der Rheingau-Taunus-Kreis. Dabei musste unter anderem auch ein 37 Jahre alter Lkw-Fahrer wegen eines Schlaganfalls von der Feuerwehr gerettet werden. Der Notruf erfolgte dabei über das Notrufsystem seines Lastwagens, welches eine Rettungsleitstelle in England erreichte. Diese kontaktierte die Rettungsleitstelle in Köln, welches die GPS-Daten an die Leitstelle des Rheingau-Taunus-Kreises weiterleitete, die wiederum einen Rettungswagen zum Einsatzort schicken konnte. Nach rund einer Stunde nach dem ersten Notruf befand sich der Fahrer laut Pressemitteilung im Krankenhaus. joa