St. Goarshausen

Entwicklung des Krangeländes in St. Goarshausen: Nächster Schritt ist getan

„Bislang brachten die Ortstermine mit Einzelvertretern von Behörden wie zuletzt mit (von links) Andreas Jöckel, Sven Stimac (beide Buga) und Florian Krekel (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung) auf Einladung von Bürgermeister Mike Weiland wenige bis keine Fortschritte.
„Bislang brachten die Ortstermine mit Einzelvertretern von Behörden wie zuletzt mit (von links) Andreas Jöckel, Sven Stimac (beide Buga) und Florian Krekel (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung) auf Einladung von Bürgermeister Mike Weiland wenige bis keine Fortschritte. Foto: VG Loreley

Einer muss den ersten Schritt gehen: Viele Ideen wurden schon zur künftigen Entwicklung des Krangeländes in St. Goarshausen bereits geboren, im Jahr 2018 ein Workshop durchgeführt, Überlegungen angestellt und Projekte vorgestellt. Diesen Faden griff Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, auf: Für ihn ist laut einer Pressemitteilung in Sachen Zukunftsentwicklung der Loreleystadt St. Goarshausen wichtig: „Es müsste sich einmal etwas bewegen.“

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Daher hat Weiland bereits mehrere Ortstermine unter anderem mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) und nach deren Hinweisen auch jetzt aktuell mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) sowie der Buga 2029 GmbH organisiert. Des Bürgermeisters nüchternes Fazit: „Hier sind so viele unterschiedliche Akteure, Eigentümer und Interessenvertreter an diesem verhältnismäßig kleinen Areal unterwegs, dass man einzeln mit diesen in Gesprächen keinen Schritt weiterkommen wird. Es müssen alle an einen Tisch, ansonsten bewegt sich hier niemand, und das Gelände liegt auf ewig und vor allem wenig ansehnlich bis weit nach der Buga 2029 brach“, so Mike Weiland nach seinem jüngsten Termin.

Bei dem Thema seien viele Aspekte zu berücksichtigen: Besonders die Vorgaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und die Interessen des Eigentümers der Flächen sind zu wahren. Es gibt unterschiedliche Eigentümer des sanierten Krans, der umliegenden Flächen und der Garagen. Es sind wasserwirtschaftliche Belange und der Denkmalschutz zu berücksichtigen.

All das wurde jetzt mit Florian Krekel von der WSV sowie Andreas Jöckel und Sven Stimac von der Buga 2029 GmbH besprochen. „Bereits bei vergangenen Ortsterminen habe ich stets betont, dass wir uns als Verbandsgemeinde Loreley gern als Vermittler einbringen. Auch private Investoren haben Ideen und Interesse, die Kommune dagegen kaum noch Geld. Jedoch merke ich, dass immer wieder die eine Behörde Dinge anführt, von der die andere nichts weiß und umgekehrt“, so Mike Weiland.

Buga-Geschäftsführer Sven Stimac stimmte ebenso zu, dass hier etwas geschehen müsse. „Das ist alles wenig zielführend und wir kommen nicht weiter“, erklärt Mike Weiland deutlich.

In der Vergangenheit hatte es bereits Runden mit Architekten, den zuständigen Fachbehörden sowie politischen Vertretern gegeben, um zu erörtern, welche Ideen umsetzbar wären, ohne dabei den denkmalschutzrechtlichen Vorgaben zuwider zu laufen. Immer wieder wurde in den Diskussionen betont, dass ein touristisches oder sogar gastronomisches Angebot in diesem schützenswerten Bereich anzustreben wäre. Man wolle ein Highlight in der Stadt St. Goarshausen schaffen, ohne dabei den industriellen Charme des Geländes rund um den alten Hafenkran zu beschneiden. Dieser Gedankengang wird ebenfalls durch die Buga 2029 GmbH unterstützt.

„Wir kommen aber nur weiter, wenn sich alle endlich einmal aufeinander zubewegen, anstatt immer wieder neue Ideen vorzubringen oder gar Hürden aufzubauen. Einer muss den ersten Schritt gehen und der Gordische Knoten muss durchschlagen werden“, betont Mike Weiland, der daher nun alle in erster Linie Beteiligten bereits für Januar 2023 zu einem weiteren Treffen eingeladen hat, bei dem man „endlich und hoffentlich einen Schritt“ weiterkomme. red