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Spa/Bad Ems

Bad Ems und die Great Spas: Spa – Die Patin der Kurorte ist in aller Munde

Von Michaela Cetto
Geschmeidig schmiegt sich die belgische Kurstadt Spa in die hügelige Landschaft. Spa ist etwa genau so groß wie Bad Ems. Damit gehören die beiden Heilbäder – nach dem tschechischen Franzensbad – zu den kleinsten und beschaulichsten der elf Teilnehmer, die sich bei der Unesco beworben haben, um gemeinsam Welterbe zu werden.
Geschmeidig schmiegt sich die belgische Kurstadt Spa in die hügelige Landschaft. Spa ist etwa genau so groß wie Bad Ems. Damit gehören die beiden Heilbäder – nach dem tschechischen Franzensbad – zu den kleinsten und beschaulichsten der elf Teilnehmer, die sich bei der Unesco beworben haben, um gemeinsam Welterbe zu werden. Foto: Gerd Herren/Spa
Lesezeit: 4 Minuten

Wer in der belgischen Kurstadt Spa ein Mineralwasser bestellt, der verlangt kein „Eau minérale“, sondern ein „Spa“. Doch mehr noch als den Namen des Mineralwassers hat das Städtchen in den Ardennen den Begriff für Wellness im Allgemeinen und Kurressorts weltweit geprägt. Als Patin aller Kurorte war Spa bereits im 18. Jahrhundert etabliert und gehört damit natürlich zu den elf bedeutenden europäischen Heilbädern des 19. Jahrhunderts, die gemeinsam als „Great Spas of Europe“ auf die Welterbe-Liste der Unesco eingetragen werden wollen.

Die wegweisende Rolle Spas, Krankheiten mit Wasser zu therapieren, kristallisierte sich seit dem frühen 17. Jahrhundert heraus. Das kohlensäurehaltige Wasser eignete sich hervorragend für Trinkkuren und kam in ganz Europa zum Einsatz. Rings um die kleine, in dichtes Grün und Laubwälder gebettete Stadt sprudeln mehr als 300 Quellen, die durch ...